NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Harms: Justizministerium behinderte

Aufklärung von Kundus-Angriff

Berlin - Generalbundesanwältin Monika Harms hat dem von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) geleiteten Justizministerium vorgeworfen, die juristische Aufklärung der Bombardierung zweier Tanklaster am Kundus-Fluss am 4. September 2009 verhindert zu haben, bei dem mehr als hundert Menschen ums Leben kamen. Bundesanwälten sei es mit Verweis auf Sicherheitsrisiken untersagt worden, zu Ermittlungen nach Afghanistan zu reisen, beklagte sich Harms nach einem Bericht des „Focus“ auf einer Veranstaltung der 10. Panzerdivision in Sigmaringen. Sie könne das nicht verstehen, schließlich würden auch junge Soldaten in Afghanistan täglich ihr Leben riskieren, sagte Harms. Auch habe sie darauf hingewiesen, dass die Bundeswehr den Bundesanwälten für ihre Ermittlungen sogar einen Hubschrauber angeboten habe. Das Bundesjustizministerium wies die Kritik zurück. AFP

Deutsche Katholische Jugend kritisiert Weltjugendtag in Madrid

Madrid - Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) hat scharfe Kritik an der Organisation des Weltjugendtages in Madrid geübt. „Was die letzten zwei Tage hier stattfand, war eine unwürdige Veranstaltung“, sagte BDKJ-Bundespräses Simon Rapp am Sonntag in Madrid. Die Jugendlichen seien lediglich „Statisten gewesen, um große Zahlen für die Medien zu bekommen“. Ganze Bistumsgruppen reisten aus „Verantwortung für die Jugendlichen“ früher ab. Allein aus den Bistümern Köln und Münster hätten rund 3000 Teilnehmer vorzeitig die Heimreise angetreten. Besonders verwies Rapp auf eine unzureichende Trinkwasserversorgung während der Massenveranstaltungen. Bei dem von Samstag bis Sonntag dauernden Treffen sei das Trinkwasser bereits am frühen Samstagnachmittag erschöpft gewesen. KNA

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