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Verbraucherschutzministerium stoppt umstrittene Werbekampagne

Berlin/Karlsruhe - Eine von der Drogeriemarktkette dm gesponserte Anzeigenserie des Bundesverbraucherschutzministeriums für gesunde Ernährung und mehr Bewegung hat für Aufregung gesorgt. Wettbewerbshüter, Opposition sowie Juristen äußerten massive Kritik. Das Ministerium will nun keine weiteren Anzeigen schalten, nachdem es die Kampagne zunächst noch verteidigt hatte. Das Haus von Ministerin Ilse Aigner (CSU) teilte am Montag in Berlin mit: „Wir nehmen den Hinweis der Wettbewerbszentrale ernst und werden die Einwände gründlich prüfen. Eine Veröffentlichung weiterer INFORM-Anzeigen ist nicht geplant.“ Nach Recherchen des ARD-Magazins „Report Mainz“ wurde die Kampagne komplett von der Drogeriemarktkette finanziert. Danach stellte das Unternehmen dem Ministerium zwölf Anzeigen in der „Bild“-Zeitung im Wert von rund 340 000 Euro zur Verfügung. In den Annoncen präsentiert sich das Unternehmen unmittelbar neben dem Bundesadler und einem Foto des Parlamentarischen Staatssekretärs Gerd Müller (CSU). dpa

Boetticher nimmt nicht

an Landtagssitzung teil

Kiel - Christian von Boetticher wird aus Gesundheitsgründen an der ersten Sitzung des schleswig-holsteinischen Landtags nach seinem Rückzug als CDU-Partei- und Fraktionschef nicht teilnehmen. Dies sagte sein persönlicher Berater und erklärte, damit seien die Voraussetzungen für das so genannte Pairing erfüllt: Dieses Abkommen zwischen den Fraktionen sieht vor, dass für jeden kranken CDU-Abgeordneten ein Grünen-Politiker der Abstimmung ebenfalls fernbleibt. Die schwarz-gelbe Koalition hat nur eine Mehrheit von einer Stimme. Grünen-Fraktionschef Robert Habeck sagte, wenn Boetticher krank sei, werde sich seine Fraktion an das Abkommen halten. dpa

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