NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NORWEGEN

Früherer Rechtsextremist verhaftet

Oslo - Die norwegische Polizei hat in Oslo einen früheren Rechtsextremisten festgenommen, in dessen Haus Waffen und Sprengstoff gefunden worden waren. Nachdem er Drohungen geäußert habe, sei am Dienstag sein Haus durchsucht worden, doch habe der Mann erst am Samstag gefasst werden können, teilte die Polizei am Sonntag mit. Die Zeitung „Verdens Gang“ berichtete unter Berufung auf die Polizei, der Festgenommene habe keinen Kontakt zum geständigen rechtsextremen Attentäter Anders Behring Breivik, der am 22. Juli im Osloer Regierungsviertel und auf der Insel Utöya 77 Menschen getötet hatte. Die Polizei habe aber nach den Anschlägen vom Juli kein Risiko eingehen wollen und schnell gehandelt. AFP

PAKISTAN

Zweifel an US-Angaben zu Al Qaida

Islamabad - Die angebliche Tötung eines ranghohen Al-Qaida-Mitglieds wird in Pakistan angezweifelt. Die pakistanischen Sicherheitsbehörden hätten ihre Informanten zu den Berichten über den Tod von Attija Abdel Rahman befragt und stellten den Wahrheitsgehalt der US-Angaben infrage, sagte ein hochrangiger Vertreter der Sicherheitsbehörden in Peshawar. Ein weiterer Beamter sagte in Miranshah, der wichtigsten Stadt in Nord- Waziristan, er habe keinerlei Informationen über den Tod von Rahman. „Für mich ist das nur ein Gerücht. Um ganz offen zu sein, wir haben nicht einmal Informationen, dass ein Mann mit diesem Namen Vizechef von Al Qaida ist.“ Ein Taliban-Anführer nannte die US-Angaben „eine Falschmeldung“. AFP

IRAK

Selbstmordattentat in Bagdad

Bagdad - Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Bagdad sind am Sonntagabend mindestens 28 Menschen getötet worden. 37 weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Vertreter des Innenministeriums in der irakischen Hauptstadt. Der Attentäter sei in die sunnitische Moschee im westlich gelegenen Viertel El Ghasalijah eingedrungen und habe sich in die Luft gesprengt. Wer hinter dem Anschlag steckt, war zunächst unklar. Allerdings hatte der irakische Arm des Terrornetzwerks Al Qaida vor kurzem eine neue Welle der Gewalt im Irak angekündigt. Mit einer Serie von „100 Anschlägen“ solle der Tod des Al-QaidaChefs Osama bin Laden gerächt werden,hieß es in einer im Internet veröffentlichten Erklärung. AFP/Tsp

ALGERIEN

20 Tote bei Terroranschlag

Algier - Nach einem Doppelselbstmordanschlag mit mindestens 20 Toten wächst in Algerien die Sorge vor einer neuen Eskalation islamistischer Gewalt. Medien in Algier zogen am Wochenende Parallelen zum blutigen Bürgerkrieg zwischen religiösen Fundamentalisten und Regierungsanhängern in den 90er-Jahren. Dieser kostete mehr als 150 000 Algerier das Leben. Politiker befürchten, dass sich gewaltbereite Islamisten derzeit problemlos im Nachbarland Libyen mit Waffen ausstatten können, um für die Errichtung eines Gottesstaats zu kämpfen. Bei dem jüngsten Anschlag am Freitagabend sprengten sich nach Angaben von Ermittlern zwei Selbstmordattentäter an der Militärakademie Cherchell in die Luft. dpa

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