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Matschie widerspricht Neumann:

Kein Versagen bei DDR-Aufarbeitung

Weimar/Berlin - In der Diskussion um ein mögliches Versagen von Schulen bei der Aufarbeitung der DDR-Geschichte hat der Thüringer Kultusminister Christoph Matschie (SPD) die Kritik von Bernd Neumann (CDU) zurückgewiesen. „Ein Scheitern auf der ganzen Linie“ zu behaupten, sei „genauso maßlos wie haltlos“, sagte er in einem am Sonntag in Berlin vorab veröffentlichten Gastbeitrag für die Zeitschrift „Super Illu“. Matschie räumte ein, dass es den Ostdeutschen bislang nicht gelungen sei, sich „unaufgeregt“ über ihre Biografien zu unterhalten. Vielen Bürgern gehe es jedoch „gegen den Strich“, sich dauernd rechtfertigen zu müssen. „Das ist nicht der aufrechte Gang, für den wir 1989 auf die Straße gegangen sind“, so der studierte Theologe, der die in der DDR kurz zuvor gegründete SDP (später SPD) am zentralen „Runden Tisch“ vertrat. Kulturstaatsminister Neumann hatte den Schulen und den Bundesländern in der vergangenen Woche in einem Interview Versagen bei der Aufklärung über die SED-Diktatur vorgeworfen. „Der Bund kann diese generelle Aufgabe nicht wahrnehmen, der Bund kann sie flankieren.“ epd

Demonstration in Gorleben

gegen Castor-Transporte

Gorleben - Rund 400 Atomkraftgegner haben nach Polizeiangaben am Sonntag in Gorleben gegen weitere Castor-Transporte demonstriert. Der für November geplante Transport ins Wendland müsse wegen der am Zwischenlager gemessenen erhöhten Strahlung abgesagt werden, sagte die Vorsitzende der Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, Kerstin Rudek. Am Donnerstag waren die Ergebnisse von Radioaktivitätsmessungen am Zwischenlager bekannt geworden. Demnach wird für das gesamte Jahr eine Grenzwertüberschreitung an einer Messstelle nicht ausgeschlossen. dapd

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