NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SYRIEN

Amnesty: Folter in Gefängnissen –

bisher 88 Tote

London - In Syriens Gefängnissen werden regierungskritische Häftlinge laut Amnesty International (AI) brutal gefoltert und getötet. Die Menschenrechtsorganisation fordert daher ein hartes Eingreifen des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen. Seit den ersten Demonstrationen für Reformen im Frühjahr seien mindestens 88 Menschen in syrischen Gefängnissen gestorben, teilte AI in London mit. In den vergangenen Jahren habe man durchschnittlich etwa fünf Tote in Gefangenschaft pro Jahr gezählt. Untersuchungen der Organisation zeigten zudem, dass viele der Getöteten zuvor brutal gefoltert, geschlagen und verstümmelt worden seien. „Die Tode hinter Gittern erreichen riesige Proportionen und scheinen eine Ausweitung derselben brutalen Verachtung für das Leben zu sein, wie wir sie täglich auf den Straßen Syriens sehen“, sagte der AI-Syrienexperte Neil Sammonds laut einer Mitteilung. „Die Berichte von Folterungen, die wir bekommen, sind grauenhaft. Wir glauben, dass die syrische Regierung das eigene Volk in gewaltigem Ausmaß verfolgt.“ dpa

CHILE

Bedrängte Regierung

sucht den Dialog mit Studenten

Santiago de Chile - Die chilenische Studentenbewegung hat den Aufruf zu einem direkten Dialog mit dem konservativen Präsidenten Sebastián Piñera angenommen. Nach massiven Demonstrationen, die jüngst mit einem Toten und rund 1400 Festnahmen endeten, hatte Piñera eingelenkt und am Dienstag zum Gespräch über eine eventuelle Reform des Erziehungssystems eingeladen. Studenten, Schüler und Lehrer fordern eine Reform des Erziehungssystems, unter anderem um die hohen Gebühren für die Studiengänge abzuschaffen. dpa

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