NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

WEISSRUSSLAND

Lukaschenko lässt Gefangene frei

Moskau - Der Präsident Weißrusslands, Alexander Lukaschenko, hat angekündigt, bis Mitte Oktober alle politischen Gefangenen freizulassen. Neun Regimegegner kamen bereits am Mittwoch frei, weitere vier am Donnerstag. Allein bei den Protesten nach Lukaschenkos umstrittener Wiederwahl im Dezember 2010 wurden nach Erkenntnissen der Bürgerrechtsbewegung „Wesna“ rund 700 Menschen verhaftet, 40 davon wurden zu hohen Freiheitsstrafen verurteilt, darunter auch drei ehemalige Präsidentschaftskandidaten. Sie wurden trotz massiver Proteste des Westens bisher nicht begnadigt. Die unerwartete Milde gegenüber weniger prominenten Oppositionellen erklärte ein Sprecher des Präsidentenamtes in Minsk mit „Reue und Einsicht“. Mehrere Agenturen zitierten dagegen aus einem Brief Lukaschenkos an Bulgariens Außenminister Nikolai Mladenow. Diesem soll Lukaschenko die Freilassung aller politischen Häftlinge zugesagt haben. Der weißrussische Bürgerrechtler Wladimir Lahkowitsch sprach von einer „Verbeugung Richtung Europa“ und erklärte diese mit der „alarmierenden Wirtschaftslage“. win

AFGHANISTAN/PAKISTAN

Taliban entführen Jugendliche

Khar - Mutmaßliche Taliban-Kämpfer haben an der Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan mehr als 30 pakistanische Jugendliche entführt. Die Jungen im Alter zwischen zwölf und 18 Jahren hätten bei einem Besuch im nordwestpakistanischen Bezirk Bajaur versehentlich die in der Region nicht markierte Grenze zu Afghanistan übertreten und seien bei einem Picknick von Taliban verschleppt worden, teilten Pakistans örtliche Behörden mit. Der Vorfall habe sich bereits am Donnerstag ereignet. Den Angaben zufolge hielten sich die Jugendlichen zur Feier des muslimischen Feiertags Eid al Fitr in der Grenzregion auf. Die Stammesgebiete auf beiden Seiten der Grenze gelten als Hochburg der Taliban und als Rückzugsgebiet für Mitglieder des Terrornetzwerks Al Qaida. Nach jüngsten Angaben aus pakistanischen Sicherheitskreisen wird die rund 2400 Kilometer lange Grenze nur lückenhaft überwacht. AFP

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