NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NS-Verbrecher arbeitete

jahrelang für den BND

Berlin - Ein am Massenmord an den Juden mitverantwortlicher NS-Verbrecher hat Medienberichten zufolge jahrelang für den Bundesnachrichtendienst (BND) gearbeitet. Der frühere SS-Offizier Walther Rauff, der 1941 mobile Gaskammern entwickelt hatte, sei von 1958 bis 1962 für den BND tätig gewesen, berichteten „Spiegel“ und „Bild.de“ am Sonntag. Der damals in Chile lebende Rauff sollte demnach Informationen aus Kuba beschaffen. Rauff soll ab 1958 als Agent unter dem Decknamen „Enrico Gomez“ tätig gewesen sein. Monatlich erhielt er 2000 D-Mark Honorar – insgesamt mehr als 70 000 Mark. Zweimal erhielt der NS-Verbrecher nachrichtendienstliche Schulungen vom BND in der Bundesrepublik, zuletzt im Februar 1962, als bereits ein deutscher Haftbefehl gegen ihn vorlag. AFP

Ermittler prüfen

Kontakte Breiviks nach Bayern

München - Der Attentäter von Oslo hatte möglicherweise Kontakte zu deutschen Neonazis. Wie das Magazin „Spiegel“ berichtet, untersuchen deutsche Ermittler derzeit mögliche Verbindungen zwischen Anders Behring Breivik und Rechtsextremisten in Bayern. Hintergrund sei eine umfangreiche E-Mail-Verteilerliste Breiviks, die norwegische Fahnder an ihre deutschen Kollegen weitergeleitet haben. Darin hätten sich auch Spuren in die bayerische Neonazi-Szene gefunden. Der Augsburger Staatsschutz habe mehrere Rechtsextremisten vor wenigen Wochen zu Zeugenvernehmungen geladen. Zu den Betroffenen zähle auch ein oberbayerischer NPD-Funktionär, der aber jeglichen Kontakt zu Breivik bestritten habe. dpa

Jeder Fünfte beendet

freiwilligen Wehrdienst vorzeitig

Berlin - Drei Monate nach Beginn des freiwilligen Bundeswehrdienstes hat bereits jeder Fünfte schon wieder das Handtuch geworfen. Von den mehr als 3400 Wehrdienstleistenden hätten 780 den Dienst vorzeitig beendet, teilte das Verteidigungsministerium am Sonntag mit. „Mit der Zahl der Abbrecher kann ich nicht zufrieden sein“, erklärte Verteidigungsminister Thomas de Maizière. In seiner Zwischenbilanz zum freiwilligen Wehrdienst erklärte das Ministerium, dass die meisten den Dienst aus privaten Gründen abgebrochen hätten. Es hätten aber auch alternative Berufs- und Ausbildungsangebote sowie andere Vorstellungen vom Dienst eine Rolle gespielt. Außerdem habe es Fälle gegeben, bei denen der Dienst seitens der Bundeswehr beendet worden sei. rtr

Piratenpartei bekommt

mehr Mitglieder

München - Nach dem Erfolg der Piratenpartei bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl steigt die Zahl der Mitglieder kräftig an. Der bundesweit größte Landesverband Bayern nahm am Wochenende sein 3000. Mitglied auf. Vor der Berliner Wahl hatte die Partei demnach in Bayern 2640 Mitglieder gezählt. AFP

» Gratis: Tagesspiegel + E-Magazin "Wahl 2017"

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben