NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Erzbischof verteidigt Papst

und ruft zur kirchlichen Einheit auf

Fulda - Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch hat Papst Benedikt XVI. am Mittwoch gegen Kritik verteidigt. Beim Eröffnungsgottesdienst der Herbstvollversammlung im Fuldaer Dom sagte er, der Papst sei „genau der richtige Wegweiser“ für den Dialogprozess und den Weg in die Zukunft. Zollitsch rief dazu auf, sich auf die Worte des Papstes einzulassen und sich gemeinsam darüber auszutauschen, um unterschiedliche Interpretationen zu vermeiden. Außerdem müsse es mehr Zusammenhalt in der Kirche geben. dadp

UN-Kritik an Umgang der Justiz

mit Ausländern

Berlin - Experten der Vereinten Nationen haben Kritik am Umgang von Polizei und Justiz mit illegal eingereisten Ausländern in Deutschland geäußert. Wenn diese etwa wegen eines kleinen Diebstahls auffielen, verschlimmere sich ihre Situation wegen der fehlenden Aufenthaltserlaubnis drastisch. „Wir sind besorgt, dass Migranten öfter festgenommen und verhaftet werden, weil sie Fremde sind – das wird zum massiven Nachteil für sie“, heißt es in einem am Mittwoch in Berlin vorgestellten Bericht der UN-Arbeitsgruppe. dpa

ARD: Entschädigung für Radaropfer aus Stiftung

Berlin - Nach jahrelangen Diskussionen bekommen womöglich viele radargeschädigte Soldaten bald eine Entschädigung. Das Verteidigungsministerium und die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP und Grünen planen eine Stiftung für Radaropfer, wie das „ARD-Hauptstadtstudio“ am Mittwoch berichtete. Der Fonds solle mit rund sieben Millionen Euro ausgestattet werden und sei für Soldaten gedacht, die bei der DDR-Armee NVA oder der Bundeswehr in den 60er und 70er Jahren an Radargeräten gearbeitet haben. AFP

Pfahls legt im neuen Prozess Teilgeständnis ab

Augsburg - Mit einem Teilgeständnis von Ludwig-Holger Pfahls hat der neue Prozess gegen den ehemaligen Rüstungsstaatssekretär der Regierung Helmut Kohl (CDU) begonnen. Der vor dem Landgericht Augsburg wegen des Verdachts auf Bankrott, einer falschen eidesstattlichen Versicherung, Betrugs und der Erpressung angeklagte Pfahls gab am Mittwoch zu, falsche Angaben zu seinem Vermögen gemacht zu haben. Ihm drohen mehrere Jahre Haft. Der frühere CSU-Politiker Pfahls war eine der Schlüsselfiguren des Schmiergeldskandals um den Waffenhändler Karlheinz Schreiber, der kurz nach dem Ende der Regierungszeit Kohls die CDU erschüttert hatte. Schreiber hatte bei einem Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien Millionensummen an Schmiergeldern gezahlt, einer der Empfänger war Pfahls. Nach fünfjähriger Flucht wurde der ehemalige CSU-Politiker 2005 zu zwei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Der neue Prozess steht nur indirekt im Zusammenhang mit den damaligen Vorwürfen. Die Staatsanwaltschaft wirft Pfahls vor, sich als mittellos ausgegeben zu haben, um 3,7 Millionen Euro Schulden aus dem damaligen Verfahren nicht zu zahlen. AFP

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