NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

RUSSLAND

Bericht: Moskau verwehrt deutschem Experten die Einreise

Hamburg - Russland hat einem Medienbericht zufolge am Mittwoch einem renommierten deutschen Russland-Experten die Einreise verwehrt. Der 62-jährige Experte der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), Hans-Henning Schröder, sei am Moskauer Flughafen Domodedowo gestoppt worden, berichtete „Spiegel Online“. Deutschen Diplomaten wurde nach Informationen des Nachrichtenportals von russischer Seite bedeutet, Schröder stelle ein „Sicherheitsrisiko“ dar. Inzwischen habe sich die deutsche Botschaft und das Kanzleramt eingeschaltet. Schröder sollte in Moskau auf einer Konferenz zum Thema „Werte von Russen und Deutschen im Vergleich“ sprechen. AFP

GROSSBRITANNIEN

Cameron fordert Briten auf,

ihre Schulden zu bezahlen

London - Der britische Premier David Cameron hat die Briten zum Abschluss des Parteitags der Konservativen zum Durchhalten in der Wirtschaftskrise aufgefordert. Großbritanniens Niedergang sei nicht unvermeidlich. „Wir können das Schiff herumdrehen“, versprach er. Aber seine Rede war vom Eingeständnis geprägt, dass der Weg aus der Wirtschaftsstagnation noch lange dauert und die Krise tiefer ist, als die Koalition zu Beginn ihres drakonischen Sparkurses annahm. „Dies ist keine normale Rezession, sondern eine Schuldenkrise“. Der einzige Weg heraus sei, die Schulden abzuzahlen, und das geschehe jetzt. mth

HAITI

Senat ebnet Weg

zu neuer Regierung

Port-au-Prince/Washington - Nach mehreren Monaten Stillstand hat der Senat des haitianischen Kongresses den Weg zu einer Regierungsbildung geebnet. Am Dienstagabend (Ortszeit) stimmten die Senatoren mit 17 Ja-, drei Nein- Stimmen und neun Enthaltungen der Ernennung des UN-Funktionärs Garry Conille (45) zum neuen Ministerpräsidenten zu. Das berichteten haitianische Medien. Haiti hat seit der Präsidentenwahl im Mai keine handlungsfähige Regierung. Conille war der dritte Kandidat von Präsident Michel Martelly, die beiden vorigen waren abgelehnt worden. Die Ernennung Conilles war umstritten, da er in den vergangenen fünf Jahren außerhalb des Landes gelebt hat. Laut Verfassung müssen sich Anwärter auf das Amt des Präsidenten oder des Regierungschefs in diesem Zeitraum in Haiti aufgehalten haben. Conille ist Gynäkologe und war für die UN in mehreren afrikanischen Ländern, aber auch in Haiti tätig. Nach dem Erdbeben im Januar 2010 war er für eineinhalb Jahre der Bürochef des früheren US-Präsidenten Bill Clinton, als dieser die Aufgabe des UN-Koordinators der Hilfe für Haiti übernahm. dpa

» Mehr Politik? Jetzt Tagesspiegel lesen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben