NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ITALIEN

Razzien bei Linksextremen

im ganzen Land

Rom - Nach den schweren Ausschreitungen bei den Anti-Banken-Protesten am Samstag in Rom haben Polizei und Armee mit einer großangelegten Durchsuchungsaktion im ganzen Land begonnen. Hunderte Polizisten und Streitkräfte seien im Einsatz, um Kontrollen und Hausdurchsuchungen im autonomen Milieu, insbesondere in der linksextremen Szene, vorzunehmen, sagte der ranghohe Beamte des italienischen Innenministeriums, Alfredo Mantovano. Beim internationalen Protesttag gegen die Macht der Banken hatte es die schwersten Ausschreitungen seit Jahrzehnten gegeben. 135 Menschen wurden verletzt, darunter 105 Polizisten. Der entstandene Sachschaden wird auf mehr als eine Million Euro geschätzt. AFP

JORDANIEN

Regierung tritt nach Kritik

an mangelnden Reformen zurück

Amman - Am Montag ist die Regierung des als reformunwillig kritisierten Ministerpräsidenten Maruf Bachit zurückgetreten. Der Schritt erfolgte einen Tag, nachdem 70 von 120 Parlamentsabgeordneten in einem Brief an König Abdullah II. das schleppende Tempo der Reformen beklagt und die Entlassung Bachits verlangt hatten. Der Monarch nahm die Demission an, hieß es in einer Erklärung des Hofs. Zugleich beauftragte er den Juristen Aun Schaukat al Chasawneh mit der Bildung einer neuen Regierung. Al Chasawneh ist seit 2000 Richter am Internationalen Gerichtshof in Den Haag. dpa

SYRIEN

Assad gewinnt Zeit: Das Land bleibt

in der Arabischen Liga

Kairo - Die Arabische Liga behält das Mitglied Syrien trotz der brutalen Unterdrückung der Protestbewegung durch das Assad-Regime in seinen Reihen. Eine von den Golfstaaten vorgeschlagene Suspendierung Syriens wurde in der Nacht zum Montag bei einer Dringlichkeitssitzung der Außenminister der Liga-Staaten in Kairo nicht angenommen. Stattdessen forderten die Außenminister Syrien lediglich auf, die Gewalt binnen 15 Tagen zu beenden und in dieser Zeit auch am Sitz der Arabischen Liga in Kairo einen Dialog mit der Opposition zu beginnen. Syrien lehnte dies ab. dpa

NORDKOREA

Neue Beratungen

über umstrittenes Atomprogramm

Seoul - Nordkorea und die USA wollen einem Medienbericht zufolge über Wege zur Wiederaufnahme der internationalen Gespräche über das umstrittene nordkoreanische Atomprogramm beraten. Dazu sei für den 26. Oktober ein Treffen in Genf geplant, berichtete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. AFP

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