NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

LIBYEN

Nato: Gaddafi-Truppen keine Gefahr

Brüssel - Die verbliebenen Truppen des früheren libyschen Machthaber Muammar al Gaddafi sind nach Einschätzung der Nato keine nennenswerte Bedrohung mehr für die Zivilbevölkerung des Landes. „Aus unserer Sicht kommt der Tag näher, an dem wir unseren Einsatz beenden werden“, sagte Nato-Sprecherin Carmen Romero am Dienstag in Brüssel. Ein Datum könne sie noch nicht nennen. Von Beratungen des Nato-Rates am Mittwoch erwarte sie noch keinen Beschluss, den seit Ende März laufenden Militäreinsatz der Nato über Libyen abzubrechen. dpa

KOSOVO

Serben ignorieren Ultimatum

Pristina/Belgrad - Trotz Ablauf ihres Ultimatums hat die internationale Schutztruppe Kfor die serbischen Barrikaden im Nordkosovo nicht geräumt. Ursprünglich hatte der deutsche Kfor-Kommandeur Erhard Drews den Serben eine Frist bis Sonntag gesetzt, um ihre Blockaden aus Schotter, Baumstämmen und schweren Baugeräten zu beseitigen. Dann hatte er das Ultimatum bis Montag verlängert. Am Mittwoch wollen die Bürgermeister der vier serbischen Gemeinden im Kosovo über die Barrikaden entscheiden. Mit knapp 20 Straßensperren wollen die Serben im Nordkosovo erzwingen, dass Zöllner und Polizisten der albanisch dominierten Regierung in Pristina von den Grenzposten abgezogen werden. Sie sollen wieder ganz unter Kontrolle der Kosovoserben gestellt werden. dpa

AFGHANISTAN

„Isaf-Truppen sind Besatzer“

Kabul - Zehn Jahre nach Beginn des Einsatzes am Hindukusch hält die Mehrheit der Afghanen einer Umfrage zufolge die ausländischen Truppen für Besatzer. In der Studie der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) äußerten sich 56 Prozent der Teilnehmer entsprechend. Nur 44 Prozent sehen in den Nato-Soldaten keine Besatzungstruppen. KAS-Landeschef Babak Khalatbari nannte das Ergebnis „besorgniserregend“. Nach dem für Ende 2014 geplanten Abzug der Isaf-Truppen befürchten 60 Prozent einen Bürgerkrieg. „Das Umfrageergebnis zeigt, dass in Afghanistan anscheinend immer mehr Angst und Furcht statt Hoffnung die Devise zu sein scheinen“, sagte Khalatbari. dpa

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