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Letzter DDR-Staatsratsvorsitzender

Gerlach gestorben

Berlin - Der letzte Vorsitzende des Staatsrates der DDR und langjährige Vorsitzende der DDR-Blockpartei LDPD, Manfred Gerlach, ist nach Informationen des Tagesspiegels am Montagabend im Alter von 83 Jahren nach langer schwerer Krankheit in einem Krankenhaus in Berlin-Köpenick gestorben. Als Chef der Liberaldemokratischen Partei hatte er im September 1989 als erster Spitzenpolitiker die führende Rolle der SED in der DDR infrage gestellt. Trotz seiner Funktionärsvita – er war bereits als 17-Jähriger in die LDPD eingetreten und war Mitbegründer des Jugendverbandes FDJ – galt er im Herbst 1989 als einer der wenigen reformwilligen Politiker und trat auch als Redner auf der Großdemonstration am 4. November auf dem Berliner Alexanderplatz auf. Anfang Dezember 1989 wurde er als Nachfolger von Egon Krenz DDR-Staatsratsvorsitzender. Nach der ersten freien Volkskammerwahl im März 1990 musste Gerlach das Amt räumen, weil durch eine Verfassungsänderung die neu gewählte Volkskammerpräsidentin Sabine Bergmann-Pohl die Aufgaben des Staatsoberhauptes übernahm. Nach der Fusion der im Bund Freier Demokraten aufgegangenen LDPD mit der FDP im August 1990 geriet Gerlach innerparteilich immer stärker in die Kritik. 1993 trat er aus der FDP aus. sc

Neue DAK-Gesundheit

kippt Zusatzbeitrag

Berlin - Millionen gesetzlich Versicherte sparen im kommenden Jahr Geld. Die neue Krankenkasse DAK-Gesundheit verzichtet ab April 2012 auf die Erhebung des Zusatzbeitrags. Das teilte die DAK am Dienstag in Hamburg mit. Bisher müssen die Kassenmitglieder acht Euro pro Monat zahlen. Hintergrund ist der Zusammenschluss der DAK und der BKK Gesundheit zum 1. Januar. dpa

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