NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ärzte an Universitätskliniken

wollen ab 7. November streiken

Berlin - Ärzte an 23 deutschen Universitätskliniken wollen am 7. November in einen unbefristeten Streik treten. Das teilte die Medizinergewerkschaft Marburger Bund am Freitag nach der Auszählung der Urabstimmung unter ihren Mitgliedern in Berlin mit. Demnach stimmten 97,4 Prozent der Teilnehmer für die Arbeitsniederlegungen. Hintergrund ist ein Tarifstreit mit der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) um Lohnerhöhungen von fünf Prozent, eine bessere Bezahlung von Nachtarbeit und Veränderungen in der Gehaltsstruktur. Der Marburger Bund hatte die Tarifverhandlungen vor drei Wochen abgebrochen und zur Urabstimmung aufgerufen. Die Auseinandersetzung betrifft rund 20 000 Ärzte an den Unikliniken im Geltungsbereich der TdL, dem Arbeitgeberverband von 14 Bundesländern. Berlin und Hessen sind nicht Mitglieder in der TdL. AFP

Immer mehr Menschen

auf Grundsicherung angewiesen

Wiesbaden - Die Zahl der Grundsicherungsbezieher ist 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 4,3 Prozent gestiegen. Das teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Der Deutsche Städte- und Gemeindetag forderte den Bund auf, seine Zusagen zur Entlastung der Kommunen von den Ausgaben der Grundsicherung einzuhalten. Der Paritätische Wohlfahrtsverband warnte vor einer starken Zunahme der Altersarmut. Rund 797 000 Menschen ab 18 Jahren haben laut Statistik Ende 2010 eine Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung erhalten. Die Grundsicherung kann bei Bedürftigkeit von 18- bis 64-Jährigen, die auf Dauer erwerbsgemindert sind, sowie von Menschen im Rentenalter ab 65 Jahren bezogen werden. dpa

RAF-Prozess:

Buback wechselt den Anwalt

Stuttgart - Im Verfahren gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker hat Nebenkläger Michael Buback seinen Anwalt gewechselt. Buback wird künftig von dem Waiblinger Rechtsanwalt Jens Rabe vertreten. Rabe hatte im Prozess um den Amoklauf von Winnenden Angehörige von Opfern vertreten und ersetzt nun den Frankfurter Strafverteidiger Ulrich Endres, der 2002 als Verteidiger des Kindsmörders Magnus Gäfgen bundesweit bekannt wurde. „Die Familie Buback hat ein berechtigtes Interesse daran, zu erfahren, wer für den Mord am Generalbundesanwalt verantwortlich ist“, sagte Rabe. Buback glaubt, dass die Angeklagte Verena Becker als Schützin unmittelbar an dem Mordanschlag auf seinen Vater, den Generalbundesanwalt Siegfried Buback, im Jahr 1977 beteiligt war.dpa/mis

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