NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

JAPAN

Unkontrollierte Kernspaltung

im Reaktor Fukushima

Tokio - Die Lage im beschädigten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi ist auch nach fast acht Monaten nicht unter Kontrolle. Nach Angaben der japanischen Atomaufsichtsbehörde und des Betreiberkonzerns Tepco vom Mittwoch wurden im Reaktor 2 Gase gefunden, die bei einer Kernspaltung freigesetzt werden. Dies deutet darauf hin, dass ein Teil der geschmolzenen Brennstäbe noch aktiv sein könnte. Sollte es zu einer Kernreaktion gekommen sein, dürfte dies jedoch laut der Atomaufsicht nur vorübergehend und örtlich begrenzt passiert sein. Die ersten Befunde zeigen aber, dass die stabil geglaubte Lage im AKW doch fragiler sein könnte als angenommen. dpa

AFGHANISTAN

Karsai will schon jetzt

mehr Verantwortung für Sicherheit

Istanbul - Afghanistan will noch vor Ende des Jahres selbstständig für die Sicherheit von rund 50 Prozent seiner Bevölkerung sorgen können. Präsident Hamid Karsai sagte am Mittwoch, er werde bald weitere Gebiete bekannt geben, in denen afghanische Armee und Polizei die Verantwortung von der Nato-geführten Schutztruppe Isaf übernehmen werden. Die Übergabe der Sicherheitsverantwortung hat im Juli begonnen und soll Ende 2014 abgeschlossen sein. dpa

UKRAINE

Timoschenko: EU darf nicht

auf Abkommen mit Kiew verzichten

Kiew - In einem dramatischen Appell aus dem Gefängnis hat sich die ukrainische Oppositionsführerin Julia Timoschenko für ein Assoziierungsabkommen ihres Landes mit der EU ausgesprochen. „Für viele EU-Staaten ist meine Freilassung die Voraussetzung für das Abkommen, aber meine persönliche Freiheit darf nicht der Grund sein für den Tod des europäischen Traums unseres Volkes.“ Das schrieb die Ex-Regierungschefin, die nach einem umstrittenen Prozess zu sieben Jahren Haft wegen Amtsmissbrauch verurteilt worden war, in einem Brief an die EU. dpa

USA

Russischer Waffenhändler Bout

schuldig gesprochen

New York - Ein US-Gericht hat den russischen Waffenhändler Viktor Bout schuldig gesprochen. Die Geschworenen eines Bundesgerichts in New York befanden den 44-Jährigen, der als „Händler des Todes“ bekannt wurde, am Mittwoch schuldig in allen vier Anklagepunkten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, er habe Waffen an Terroristen und für die Tötung von US-Bürgern verkaufen wollen. Die Länge der Haftstrafe steht noch nicht fest, ihm droht aber lebenslänglich. AFP

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