NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Ehemaliger Ärztepräsident

Jörg-Dietrich Hoppe gestorben

Berlin - Der ehemalige Präsident der Bundesärztekammer, Jörg-Dietrich Hoppe, ist tot. Er starb am Montag im Alter von 71 Jahren nach längerer Krankheit in Köln, wie die Kammer am Dienstag in Berlin mitteilte. Der Pathologe stand zwölf Jahre an der Spitze der Ärztekammer. Die Ärzteschaft verliere viel zu früh einen leidenschaftlichen Kämpfer für den freiheitlichen Arztberuf, sagte Kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery. Er war erst im Juni auf dem Ärztetag in Kiel zu Hoppes Nachfolger gewählt worden. Hoppe hinterlässt eine Frau und drei Kinder. dpa

Evangelische Kirche kämpft

um Sonderweg im Arbeitsrecht

Magdeburg - Es ist ein weiteres Kapitel im zunehmend umstrittenen Staats-Kirchen-Recht: Am heutigen Mittwoch will die Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) darüber abstimmen, ob die Kirche ihren Sonderweg im Arbeitsrecht fortsetzt. Das Grundgesetz ermöglicht den Kirchen, bei der Festsetzung von Löhnen und Gehältern einen eigenen Weg zu gehen, den sogenannten Dritten Weg. Löhne und Gehälter werden in den kirchlichen Sozialunternehmen von mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern paritätisch besetzten Arbeitskommissionen festgelegt – ohne Arbeitskampf und ohne Einschalten der Gewerkschaften. Die Gewerkschaft Verdi wirft den Kirchen vor, sich über den arbeitsrechtlichen Sonderweg Wettbewerbsvorteile auf dem umkämpften sozialen Markt zu sichern und fordert die Abschaffung des Dritten Wegs. Auch innerhalb der Kirche nimmt die Skepsis zu, wie die Diskussionen auf der Tagung der EKD-Synode zeigten. Etliche Kirchenparlamentarier sehen in einem Flächentarifvertrag ein geeigneteres Mittel, um die sozialen Standards in der Diakonie zu sichern und Lohndumping zu verhindern. 2012 will das Bundesarbeitsgericht über den Dritten Weg entscheiden. clk

Integrationsbeauftragte wollen

Bildungsgutscheine für Zuwanderer

Berlin - Die Integrationsbeauftragten der Länder fordern ein Sonderprogramm mit 25 000 Bildungsgutscheinen für Zuwanderer. Die Gutscheine sollten zur Anerkennung im Ausland erworbener Berufsabschlüsse zur Verfügung stehen, erklärte Berlins Integrationsbeauftragter Günter Piening am Dienstag. KNA

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