NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Bundeswehr will Frauen für Eliteeinheit KSK rekrutieren

Berlin - Frauen sollen künftig die Elitetruppe der Bundeswehr, Kommando Spezialkräfte (KSK), verstärken. Es sei geplant, die hohen Anforderungen für die Aufnahmeprüfung zu reduzieren, erklärte am Sonntag ein Sprecher des Verteidigungsministeriums. Bislang seien Frauen bei der KSK zwar schon zugelassen. Weibliche Bewerber hätten die Tests aber nie geschafft. Aus Sicht der KSK-Führung hätten Erfahrungen in muslimischen Ländern wie Afghanistan gezeigt, dass Soldatinnen bei Zugriffsmissionen oder Durchsuchungen deeskalierend wirkten. Das KSK habe sich in der Vergangenheit wiederholt Soldatinnen aus anderen Bundeswehreinheiten ausgeliehen. Das geheim operierende KSK ist seit 1998 weltweit im Einsatz. Zu seinen Aufgaben zählen Evakuierungen, Geiselbefreiungen, Festnahmen oder spezielle Kampfeinsätze. Heimatstandort ist das baden-württembergische Calw. dapd/dpa

SYRIEN

Anhänger von Machthaber Assad greifen Botschaften an

Damaskus/Amman - Nach der Entscheidung der Arabischen Liga für eine Aussetzung der Mitgliedschaft Syriens haben wütende Anhänger von Präsident Baschar al Assad Auslandsvertretungen in dem Land angriffen. In der Hauptstadt Damaskus stürmten Hunderte Männer am Samstagabend die saudiarabische Botschaft. Anwohnern zufolge riefen sie dabei Parolen zur Unterstützung Assads. Ähnliche Angriffe soll es auch auf das französische und das türkische Konsulat in der Stadt Latakia gegeben haben. Saudi-Arabien verurteilte den Vorfall scharf und warf den syrischen Sicherheitskräften vor, nicht eingegriffen zu haben. Die Arabische Liga hatte am Samstag wirtschaftliche und politische Sanktionen gegen die autokratische Regierung in Damaskus angekündigt, die seit Monaten mit Gewalt gegen die Opposition vorgeht. Zudem rief die Liga die Mitglieder auf, ihre Botschafter aus Syrien abzuziehen. rtr

USA

Front für härtere Sanktionen gegen den Iran im Atomstreit wächst

Honolulu - Nach dem enthüllenden Bericht der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO zu einem geheimen Atomwaffenprogramm des Irans wird es enger für Teheran. Moskau, das bislang gegen härtere Sanktionen gegen das islamische Land aufgetreten war, hat nun bekräftigt, eine gemeinsame Haltung mit den USA zu suchen. Das sagte US-Präsident Barack Obama nach einem Gespräch mit seinem russischen Amtskollegen Dmitri Medwedew am Samstag am Rande des Gipfels der asiatisch-pazifischen Staaten auf Hawaii. Auch bei einem Treffen der EU-Außenminister am Montag in Brüssel sollte der Iran Thema sein. Teheran beschwerte sich am Wochenende über eine „vergiftete Atmosphäre“ bei der IAEO. dpa

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