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Ehemaliger Leiter von Kinderheim „Spatzennest“ muss ins Gefängnis



Kaiserslautern - Nach insgesamt 24 Verhandlungstagen, 43 Vernehmungen und acht Gutachten ist der ehemalige Leiter des Kinderheims „Spatzennest“ zu fünf Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt worden. Die Richter des Landgerichts Kaiserslautern sahen es am Montag als erwiesen an, dass der 44 Jahre alte Psychologe und Familientherapeut zwischen 1994 und 2006 mehrere Mädchen in dem von ihm begründeten und geführten Kinderheim in Ramsen in der Pfalz sexuell missbraucht hat. Der Pädagoge muss zudem rund 9000 Euro Schadensersatz an zwei Nebenklägerinnen zahlen. Ein Berufsverbot wurde hingegen nicht verhängt. Der Prozess fand vor dem Hintergrund der sogenannten Wormser Prozesse statt, einem der größten Justizskandale der 1990er Jahre. 25 Männern und Frauen wurde damals vorgeworfen, sich an ihren eigenen Kindern vergangen zu haben. Am Ende wurden alle freigesprochen, doch einige Kinder kehrten nie wieder zu ihren Familien zurück. Sie blieben auf Weisung des Jugendamts im Kinderheim „Spatzennest“. dapd/dpa

Schweiz gegen Steuernachverhandlungen mit Berlin

Bern/Berlin - Die Schweiz lehnt Nachverhandlungen über das Steuerabkommen mit Deutschland ab. Dadurch gerät Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) unter Druck, da das Vertragsgesetz im deutschen Bundesrat zustimmungspflichtig ist, in den Ländern aber deutlich Widerstand dagegen besteht. Das Bundesfinanzministerium wirbt bei den Ländern weiter für das Steuerabkommen. Zugleich gibt es noch Gespräche zwischen deutscher und Schweizer Regierung. Ein Sprecher des zum Schweizer Finanzministerium gehörenden Staatssekretariats für internationale Finanzfragen sagte: „Aus unserer Sicht besteht kein Bedarf, das unterzeichnete Abkommen abzuändern.“ dpa

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