NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

POLEN

Tusk regiert mit einem neuen Team

Warschau - Polens wiedergewählter Ministerpräsident Donald Tusk startet mit vielen neuen Gesichtern in die zweite Amtszeit: Nur acht der 19 Kabinettsmitglieder, die er am Donnerstag in Warschau vorstellte, waren bereits in der vorherigen Regierung. Darunter ist Tusks Vizepräsident und Koalitionspartner, Waldemar Pawlak von der Bauernpartei PSL. Auch Außenminister Radoslaw Sikorski bleibt im neuen Kabinett. Vier Kabinettsposten wurden mit Frauen besetzt. „Weniger, als ich wollte“, sagte Tusk. dpa

IRAN

Atombehörde verlangt Auskunft

Wien/Tel Aviv - Im Atomstreit mit dem Iran wächst der Druck auf die Führung in Teheran. Der Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde IAEO, Yukiya Amano, forderte den Iran in Wien auf, unverzüglich zum Vorwurf eines geheimen Atomwaffenprogramms Stellung zu nehmen. Zugleich herrschte unter westlichen Vertretern Optimismus, dass sich die 35 Mitglieder des Gouverneursrates auf eine Iran-Resolution einigen. Israel hatte vor Beginn des zweitägigen Treffens schärfere Sanktionen gefordert. dpa

JAPAN

Reis radioaktiv verseucht

Tokio - In Japan sind erstmals seit dem Atomunfall in Fukushima überhöhte Cäsium-137-Werte in Reis gemessen worden. Die Regierung verhängte am Donnerstag ein Auslieferungsverbot für den Reis aus Onami, das zur Stadt Fukushima gehört. Regierungssprecher Osamu Fujimura versicherte, der radioaktive Reis sei nicht in den Handel gelangt. Bei Tests auf einem Bauernhof in Onami waren 630 Becquerel Cäsium pro Kilogramm gemessen worden. Der vom Staat festgesetzte Grenzwert beträgt 500 Becquerel. dpa

KOSOVO

Serben lehnen alle Kompromisse ab

Belgrad/Pristina - Die Kosovo-Serben lehnen alle Kompromisse ab, die zwischen Belgrad und Pristina unter EU-Vermittlung erzielt worden waren. Spitzenpolitiker der vier serbischen Gemeinden Nordkosovos hätten dies dem serbischen Verhandlungsführer Borislav Stefanovic deutlich gemacht, berichtete der Bürgermeister von Mitrovica, Krstimir Pantic, in Belgrad. Gegen Stefanovic werde noch in dieser Woche Strafanzeige wegen Landesverrats erstattet. Die Umsetzung der Vereinbarung ist eine der Bedingungen, damit Serbien den Status eines EU-Beitrittskandidaten bekommen kann, worüber die Staats- und Regierungschefs am 9. Dezember entscheiden. dpa

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