NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SYRIEN

Arabische Liga trotz Gewalt in Kairo

Kairo/Damaskus - Die arabischen Außenminister wollen an diesem Donnerstag ungeachtet der Unruhen in Kairo zusammenkommen, um über Wirtschaftssanktionen gegen Syrien zu beraten. In der ägyptischen Hauptstadt hieß es, aus Sicherheitsgründen werde das Treffen nicht am Sitz der Arabischen Liga am Tahrir-Platz stattfinden, sondern in einem Hotel in der Nähe des Flughafens. Am Mittwoch sollen Angehörige der Sicherheitskräfte in Syrien vier Menschen getötet haben. Am Vortag starben nach Angaben der Protestbewegung 32 Zivilisten, darunter auch Aktivisten, die zu Tode gefoltert wurden. dpa

INDIEN

Häftlinge zu Tode gequält

Neu Delhi - In Indien werden zahlreiche Häftlinge zu Tode gequält. Ein am Mittwoch bekannt gewordener Bericht des Asiatischen Menschenrechtszentrums (ACHR) in Neu Delhi listet 1504 Todesfälle in Polizeihaft und 12 727 weitere in gerichtlich angeordneter Untersuchungshaft innerhalb von zehn Jahren auf. Die meisten Häftlinge seien infolge von Folter gestorben. Das Menschenrechtszentrum wertete für seinen Bericht Statistiken der Nationalen Indischen Menschenrechts-Kommission (NHRC) aus, die 1993 von der Regierung eingesetzt wurde. AFP

NAHOST

Staaten verlegen mehr Landminen

Bangkok - Die Ächtung von Landminen hat einen schweren Rückschlag erlitten: Wie die Internationale Kampagne für das Verbot von Landminen (ICBL) in ihrem Jahresbericht schrieb, wurden 2011 weltweit mehr Landminen gelegt als in jedem der sieben Jahre zuvor. Anders als im Vorjahr brachte nicht nur Birma neue Minen aus. Auch Libyen, Syrien und Israel legten Tausende Sprengsätze, die noch Jahre nach dem Ende eines Konflikts eine große Gefahr darstellen. Der Nationale Übergangsrat habe nach seinem Sieg über Muammar al Gaddafi versichert, keine Landminen mehr einsetzen zu wollen. Außer in Birma verwendeten Aufständische auch in Afghanistan, Pakistan und Kolumbien Landminen. Nach ICBL- Angaben starben durch Landminen 2010 weltweit 4191 Menschen. AFP

FRANKREICH

Abfahrt des Castorzugs verzögert

Valognes - Mit einer Reihe von Störaktionen haben Atomkraftgegner die Abfahrt des letzten Castortransports mit hoch radioaktivem Atommüll aus Nordfrankreich nach Deutschland verzögert. Einige Aktivisten hätten in der Nähe des Verladebahnhofs Valognes Schotter von den Gleisen geräumt und diese mit Betonblöcken blockiert. Den Behörden zufolge wurden im Gerangel mit 400 Demonstranten zwei Menschen leicht verletzt, ein Polizist und ein Demonstrant. AFP

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