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DEUTSCHLAND

Wissenschaftler kritisieren Schröder wegen Studie zu Zwangsehen

Berlin - Mehrere Mitglieder des wissenschaftlichen Beirats einer Studie über Zwangsehen werfen Familienministerin Kristina Schröder (CDU) unsauberen Umgang mit den Daten vor, die in der Studie erhoben wurden. Schröder hatte in einem Zeitungsbeitrag vor Veröffentlichung der Studie erklärt, mehr als 80 Prozent der Betroffenen hätten nach eigenen Angaben muslimische Eltern. Dies seien lediglich Vermutungen der für die Studie befragten Beratungstellen, monieren die Wissenschaftler. Da über die problematische Grundlage für die Religionszugehörigkeit der Betroffenen im wissenschaftlichen Beirat ausführlich gesprochen worden sei, habe man das Gefühl, „hinters Licht geführt worden zu sein“. Außerdem habe Schröder von 3443 Fällen von Zwangsehen im Jahre 2008 gesprochen; tatsächlich teile sich diese Zahl aber in Drohungen (60 Prozent) und tatsächlich vollzogene Ehen (40 Prozent). ade

Zuschüsse für künstliche Befruchtung sollen erhöht werden

Berlin - Ungewollt kinderlose Paare sollen künftig für die künstliche Befruchtung staatliche Hilfe bekommen. Nach Plänen von Familienministerin Kristina Schröder (CDU) sollen Bund und Länder zu gleichen Teilen die Hälfte der Kosten übernehmen, die bislang die Paare tragen müssen. Seit 2004 übernehmen die Kassen die Kosten für die ersten drei Versuche nur noch zur Hälfte. Den übrigen Teil und weitere Versuche müssen die Paare finanzieren. Die Kosten liegen zwischen 6000 und 10 000 Euro. Laut Ministerium geht es um 20 Millionen Euro, die sich Bund und Länder teilen müssten. Nach Angaben der Kassen ist die Zahl der Geburten nach einer künstlichen Befruchtung seit der Einschränkung der Förderung von 17 000 auf 8000 zurückgegangen. dpa

SYRIEN

Kommission wirft Assad Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor

Damaskus/Genf - Bei Gewalteinsätzen gegen das eigene Volk hat das Regime von Präsident Baschar al Assad nach Einschätzung einer unabhängigen Untersuchungskommission schwere Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen. Dazu gehörten Massenhinrichtungen, willkürliche Verhaftungen, Zwangsvertreibungen, Folter, sexuelle Gewalt sowie die Verletzung der Rechte von Kindern durch Angehörige des Militärs und der Sicherheitskräfte, erklärte die vom UN-Menschenrechtsrat berufene Kommission am Montag in Genf. Nach UN-Schätzungen fielen dem Konflikt in Syrien bereits mehr als 3500 Menschen zum Opfer. dpa

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