NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SPANIEN

Polizei vertreibt „Empörte“

aus besetzten Häusern

Madrid - Die spanische Polizei hat in Madrid Mitglieder der Protestbewegung gegen den Sparkurs der Regierung aus besetzten Häusern vertrieben. 93 Menschen hätten am Montag das leer stehende Hotel Madrid nahe des Platzes Puerta del Sol verlassen müssen, sagte die Polizei. Zehn weitere Demonstranten seien aus einem nahe liegenden und ebenfalls verlassenen Theater entfernt worden. Die sogenannten Indignados („Empörten“) hatten die beiden Gebäude seit dem 15. Oktober besetzt. AFP

BRASILIEN

Sechster Minister tritt

wegen Korruption zurück

São Paulo - In Brasilien hat Arbeitsminister Carlos Lupi wegen Korruptionsvorwürfen seinen Rücktritt eingereicht. Seit Juni sind damit in Brasilien sieben Minister zurückgetreten, sechs davon wegen massiver Korruptionsvorwürfe. Die Situation für Lupi vom Koalitionspartner PDT (Partido Democrático Trabalhista) war unhaltbar geworden, als aufgedeckt wurde, dass er fünf Jahre mehrere aus öffentlichen Geldern bezahlte Ämter in Rio de Janeiro und Brasilia bekleidet hatte, niemals aber dafür tätig war. epd

GRIECHENLAND

Mazedonien gewinnt Streit

um Namensgebung

Den Haag/Athen/Skopje - Griechenland hat im Namensstreit mit seinem Nachbarn Mazedonien vor Gericht eine Niederlage erlitten. Athen habe nicht das Recht gehabt, wegen des seit Jahren andauernden Streits den Nato-Beitritt Mazedoniens zu blockieren, befand am Montag der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag. Über den künftigen Namen Mazedoniens entschied das Gericht nicht. Athen verlangt mit Verweis auf seine gleichnamige Provinz im Norden, dass Mazedonien seinen Namen ändert. Das griechische Außenministerium kündigte an, Athen werde ungeachtet des Urteils weiter den Nato-Beitritt seines Nachbarn verhindern. Mazedonien wiederholte nach dem Urteil, es wolle seinen Namen nicht aufgeben. dpa

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