NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Seehofer contra Schröder

beim Betreuungsgeld



München - Der unionsinterne Streit um das Betreuungsgeld wird schärfer. CSU- Chef Horst Seehofer kritisierte Familienministerin Kristina Schröder (CDU) und andere CDU-Politiker, die Änderungen wünschen. In der CSU gebe es „überhaupt kein Verständnis“ für den ständigen Ruf nach Nachbesserungen, sagte Seehofer. Schröder will die Leistung auch dann zahlen, wenn das Kind eine Kinderkrippe besucht. Die CSU dagegen will nur zahlen, wenn dies nicht der Fall ist. Seehofer betonte, die Koalition habe sich bereits geeinigt. dpa

Lindner kritisiert Linkskurs

der Piratenpartei

Berlin - FDP-Generalsekretär Christian Lindner sieht die Piratenpartei auf Linkskurs. Die Piraten seien als spannende Kraft gestartet, hätten mit ihrem Parteitag am vergangenen Wochenende aber endgültig „Kurs hart backbord“ genommen. „Anarchie in der Online-Welt, Lafontaine in der Offline-Welt“, sagte Lindner am Montag in Berlin. Statt innovative oder zumindest unkonventionelle Vorschläge zur Lösung der Krise Europas vorzulegen, widmeten sich die Piraten der Legalisierung von Drogen, kritisierte Lindner. dapd

Dickes Finanzpolster

für gesetzliche Kassen

Berlin - In den ersten drei Quartalen konnten die gesetzlichen Krankenkassen einen Überschuss von 3,9 Milliarden Euro verbuchen, wie die Nachrichtenagentur Reuters aus Regierungskreisen erfuhr. Dies sind 1,5 Milliarden Euro mehr als zur Jahresmitte. Für das Jahresende sei nun mit einem Plus von rund drei Milliarden Euro zu rechnen. Die höchsten Überschüsse erzielten die Ersatzkassen, darunter die Marktführer Barmer GEK und Techniker Krankenkasse. So dürften nur wenige Versicherte 2012 von Zusatzbeiträgen betroffen sein. rtr

Freund schildert radikale Ansichten

des Flughafen-Attentäters

Frankfurt am Main - Ein Freund hat den Flughafen-Attentäter Arid U. als strenggläubigen Muslim mit zum Teil radikalen Ansichten geschildert. Der 19-Jährige sagte am Montag vor dem Oberlandesgericht Frankfurt aus. Arid U. steht vor Gericht, weil er am 2. März auf dem Frankfurter Flughafen zwei US-Soldaten erschossen und zwei weitere schwer verletzt hat. Der Zeuge, der auch US-Bürger ist, schilderte am Montag Diskussionen mit dem Angeklagten über die Kriege im Irak und in Afghanistan. „Er hatte schon recht radikale Ansichten“, sagte der 19-Jährige. „Aber ich fand das nicht alarmierend. Er hatte halt etwas gegen Krieg“, fügte er hinzu. Die ehemalige Pflegedienstleiterin des Angeklagten hatte diesen als „pflichtbewusst und zuverlässig“ bezeichnet. Seine Arbeit habe er anscheinend gern gemacht, die Rückmeldungen der Patienten und der Angehörigen seien sehr positiv gewesen. Sie habe ihn als „sehr ruhigen und liebenswerten Menschen“ erlebt. Arid U. hat den Anschlag auf die Soldaten gestanden. Die Tat gilt als der erste islamistische Mordanschlag in Deutschland. Der Prozess wird am 12. Dezember fortgesetzt, das Urteil für Januar erwartet. dapd

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