NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND/USA

Differenzen über zusätzliche Hilfe

für Holocaust-Überlebende

New York - Zwischen der Bundesregierung und der Jewish Claims Conference gibt es offenbar Auffassungsunterschiede über weitere Millionenzahlungen an Holocaust-Opfer. Die New Yorker Jewish Claims Conference hatte gemeldet, mehr als 16 000 Holocaust-Überlebende könnten mit mehreren zehntausend Euro Entschädigung aus Deutschland rechnen, weil Berlin einer Lockerung der Bedingungen zugestimmt habe. Insgesamt sei die Zahlung weiterer 485 Millionen Euro ausgehandelt worden. Bislang habe ein Opfer nachweisen müssen, dass es auf der Flucht vor den Nazis mindestens 18 Monate in einem Ghetto, versteckt oder unter falscher Identität gelebt habe. Nun sei diese Mindestzeit auf zwölf Monate reduziert worden; davon würden mehr als 8000 Holocaust-Überlebende profitieren. Noch einmal mehrere tausend Menschen seien von anderen Neufassungen begünstigt, so dass letztlich mehr als 16 000 Menschen, die bisher nicht entschädigt wurden, doch noch mit Geld rechnen können. Das Bundesfinanzministerium teilte am Dienstag mit, es könne dies „so nicht bestätigen“. Die Zahlen entsprächen nicht den Annahmen des Ministeriums. Die Jewish Claims Conference sei um Prüfung gebeten worden. dpa

TÜRKEI

Spekulationen um

Erdogans Gesundheitszustand

Istanbul - Zum zweiten Mal ist in der Türkei die wöchentliche Kabinettssitzung ausgefallen, weil Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan krank ist. Nachdem sich Erdogan am 26. November einer Darmoperation unterzogen hatte, sollte er eigentlich am Montag wieder die Amtsgeschäfte aufnehmen; doch nun will er sich noch bis Ende dieser Woche ausruhen. Das Fehlen des 57-Jährigen heizt Spekulationen über die Schwere seiner Erkrankung an. Zudem wird über angebliche Zukunftsplanungen der Regierungspartei AKP diskutiert. Demnach will sich Erdogan nach Ablauf der Amtszeit von Präsident Abdullah Gül 2014 selbst zum Staatsoberhaupt wählen lassen. Laut Medienberichten will die AKP nach der Parlamentswahl 2015 den Erdogan-Weggefährten Gül ins Ministerpräsidentenamt zurückkehren lassen: eine Rochade, die an Russland erinnert. Als Interims-Premier für 2014 und 2015 soll Vize-Premier Bülent Arinc ausgesucht worden sein. sei

SYRIEN

Bericht über Massenexekution

von Sunniten in Homs

Damaskus - Der Machtkampf in Syrien droht die religiöse Spaltung des Landes zu verschärfen. Der Opposition gehören vor allem Sunniten an, die den mehrheitlich regimetreuen Alawiten gegenüberstehen. In der Nacht zum Dienstag meldete die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter, in einem vorwiegend von Alawiten bewohnten Viertel der Stadt Homs habe ein Aktivist auf einem Platz 34 Leichen liegen sehen. Bei den Getöteten soll es sich um sunnitische Zivilisten handeln, die wenige Stunden zuvor verschleppt worden waren. dpa

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