NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

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USA

Keine Todesstrafe für Abu-Jamal

Washington - Nach 30-jährigem Justizstreit muss Ex-Black-Panther Mumia Abu-Jamal nicht mehr die Giftspritze fürchten. Wie die Staatsanwaltschaft in Philadelphia bekanntgab, will die Anklage nicht mehr länger die Todesstrafe wegen Polizistenmordes durchsetzen. Der heute 58-Jährige solle lebenslang hinter Gitter bleiben. Der Fall des Schwarzen-Aktivisten und Journalisten hatte international Schlagzeilen gemacht. Weltweit hatten Unterstützer gegen das Urteil gekämpft. Sie meinten, es hätten dabei rassistische Motive eine Rolle gespielt. „Es ist Zeit, dass dieser Kampf ein Ende hat“, sagte der zuständige Staatsanwalt Seth Williams. Allerdings habe er niemals Zweifel gehabt, dass Abu-Jamal am 9. Dezember 1981 tatsächlich einen Polizisten erschossen habe. Abu-Jamal war 1982 zum Tode verurteilt worden. Nach jahrzehntelangem Tauziehen war die Strafe wegen formeller Fehler aufgehoben worden. Um die Todesstrafe durchzusetzen, wären erneute Verfahren nötig gewesen. dpa

JAPAN

Hilfsgelder für Walfang abgezweigt

Tokio - Die japanische Regierung zweigt Hilfsgelder für den Wiederaufbau des Landes nach der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe im März für den Walfang ab. Die Fischereibehörde in Tokio bestätigte am Mittwoch Vorwürfe der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Mit den eingeplanten 2,28 Milliarden Yen (knapp 22 Millionen Euro) sollten unter anderem Sicherheitsvorkehrungen für die Walfänger bezahlt werden, sagte der Behördenvertreter Tatsuya Nakaoku. Vor allem solle das Geld aber für den Wiederaufbau der vom Walfang abhängigen Küstenorte ausgegeben werden. AFP

ÄGYPTEN

Muslimbrüder in zweiter Runde vorn

Kairo - Die Muslimbrüder sind offenbar auch aus dem zweiten Teildurchgang der Parlamentswahl in Ägypten als die stärkste politische Kraft hervorgegangen. Die Partei für Freiheit und Gerechtigkeit der gemäßigt islamistischen Muslimbrüder beanspruchte am Mittwoch 36 der in diesem Wahlgang zu vergebenden 54 Sitze für Einzelkandidaten für sich. Einschließlich der in der vergangenen Woche vergebenen Mandate komme sie damit auf fast die Hälfte der 168 bislang vergebenen Sitze, hieß es in der Erklärung weiter. AFP

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