NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SYRIEN

Heftige Gefechte zwischen Deserteuren und Regierungstruppen

Amman/Beirut - Im Süden Syriens haben sich am Sonntag hunderte Deserteure ein heftiges Gefecht mit regierungstreuen Soldaten geliefert. Die Kämpfe waren laut Anwohnern und oppositionellen Aktivisten eine der schwersten bewaffneten Auseinandersetzungen seit dem Beginn der Proteste gegen Präsident Baschar al Assad vor neun Monaten. Explosionen und Maschinengewehrfeuer waren aus der Stadt Busra al Harir und der Lujah-Region zu hören, die den Deserteuren als Rückzugsgebiet dient. Nach den USA und Großbritannien warnte auch Frankreich die Regierung in Damaskus vor einem Sturm der Protesthochburg Homs. Informationen über eine geplante Militäroperation hätten „extreme Befürchtungen“ ausgelöst, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Paris. rtr

AFGHANISTAN

Opferzahl nach Anschlägen

gegen Schiiten auf 80 gestiegen

Kabul - Fünf Tage nach den verheerenden Bombenanschlägen gegen schiitische Muslime in Afghanistan ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 80 gestiegen. Das teilte der afghanische Präsident Hamid Karsai am Sonntag in der Hauptstadt Kabul mit. Bislang hatten die Behörden von 63 Toten und rund 130 Verletzten gesprochen. Am Dienstag hatte sich ein Selbstmordattentäter während des schiitischen Aschura-Festes in Kabuls Altstadt in die Luft gesprengt und Dutzende Menschen mit in den Tod gerissen. Fast zeitgleich war in der nordafghanischen Stadt Masar-i-Scharif eine Bombe vor einer schiitischen Moschee explodiert. Dabei hatte es vier Tote gegeben. Zu den Taten hatte sich die aus Pakistan stammende sunnitische Extremistengruppe Lashkar-e-Jhangvi al Alami bekannt. Die radikalislamischen Taliban hatten jede Verantwortung bestritten. dpa

TUNESIEN

Abgeordnete beschließen Übergangsverfassung

Tunis - Sieben Wochen nach der Wahl der verfassunggebenden Versammlung ist in Tunesien eine Übergangsverfassung verabschiedet worden. Eine große Mehrheit der 217 Abgeordneten stimmte in der Nacht zu Sonntag für den Text, der 26 Artikel umfasst. Der Präsident der von der islamistischen Ennahda-Partei dominierten Versammlung, Mustapha Ben Jaafar, sprach von einem „historischen Augenblick“ für Tunesien. Dort war bereits die Ungeduld gewachsen, dass elf Monate nach dem Sturz des Machthabers Zine el Abidine Ben Ali noch immer keine neue Regierung steht. Die Übergangsverfassung gilt nun, bis eine endgültige Verfassung ausgearbeitet und ein neues Parlament gewählt ist. AFP

IRAN

US-Drohne soll analysiert

und nicht zurückgegeben werden

Teheran - Der Iran will die angeblich durch eine Cyberattacke abgefangene US-Drohne behalten und sie für Einblicke in die geheime Technik nutzen. „Wir werden die US-Spionage-Drohne untersuchen und analysieren, um zu sehen, inwiefern sie unser technisches Know-how voranbringen kann“, sagte Hossein Salami, Brigadegeneral der Revolutionsgarden, am Sonntag. Den USA warf er eine Verletzung des iranischen Luftraums und damit einen feindlichen Akt vor. „Die USA können aber mit geeigneten Maßnahmen diesen aggressiven Schritt wiedergutmachen“, sagte Salami. Was genau er fordert, ließ er offen. Teheran will den ferngesteuerten Flugroboter Anfang Dezember zur Landung gezwungen haben, als dieser über der iranischen Stadt Kaschmar unterwegs war. dpa

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