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Lafontaine will Bartsch

in „kooperativer“ Linken-Führung

Berlin - Der frühere Linkspartei-Vorsitzende Oskar Lafontaine ist auf seinen innerparteilichen Kontrahenten Dietmar Bartsch einen Schritt zugegangen. Er wünsche sich den ehemaligen Bundesgeschäftsführer Bartsch in einer „kooperativen Parteiführung“, sagte Lafontaine Teilnehmern zufolge auf einer Klausur von Linken-Spitzenpolitikern im thüringischen Elgersburg. Allerdings deutete Lafontaine Zweifel an, dass Bartsch als Vorsitzender zu sehr polarisieren könnte. Die Partei will im Juni 2012 eine neue Spitze wählen. Bisher haben die jetzige Vorsitzende Gesine Lötzsch und Bartsch ihre Kandidatur angemeldet. Offen ist, ob es zuvor zu einem Mitgliederentscheid zur Spitze kommt. Die Mehrzahl der Landesverbände beurteilt das zurückhaltend oder ablehnend. Möglicherweise werden mehrere mitgliederstarke Ost- Verbände das Vorhaben als Minderheitenrecht dennoch durchsetzen. m.m.

Konservative in der CDU

gründen „Berliner Kreis“

Berlin - Die Konservativen in der CDU wollen eine neue Plattform innerhalb der Partei gründen. Dem sogenannten Berliner Kreis sollen der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, der hessische Fraktionsvorsitzende Christean Wagner, die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, und Brandenburgs Ex-Innenminister Jörg Schönbohm angehören. CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe rief seine Parteikollegen dazu auf, ihre Forderungen klar zu benennen. „Wer mit guten Ideen die CDU weiter nach vorne bringen will, ist immer willkommen“, sagte er der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Allerdings müssen Vorschläge konkret sein. Erst dann kann man darüber diskutieren. Nur zu fordern, die CDU müsse konservativer werden, reicht nicht aus!“ dapd

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