NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

20 Tote bei Selbstmordanschlag

Kabul - Ein Selbstmordattentäter hat bei einem Anschlag im nordafghanischen Einsatzgebiet der Bundeswehr mindestens 20 Menschen mit in den Tod gerissen. Etwa 50 weitere wurden verletzt, als sich der Täter während einer Trauerfeier in der Stadt Talokan in die Luft sprengte, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Unter den Todesopfern seien auch der Parlamentsabgeordnete Abdul Mutalib Beg sowie mehrere Angehörige des Provinzrates. Talokan ist Hauptstadt der Provinz Tachar, die an die Unruheprovinzen Kundus und Baghlan grenzt. dpa

JAPAN

Fukushima-Report: Tepco war schuld

Tokio - Neun Monate nach der Katastrophe von Fukushima erhebt ein Zwischenbericht schwere Vorwürfe gegen den Betreiber der Atommeiler und Japans Regierung. Sowohl Tepco als auch die Behörden seien vollkommen unvorbereitet auf eine derartige Katastrophe gewesen, zitierten lokale Medien aus dem am Montag in Tokio veröffentlichten 607 Seiten starken Bericht. Tepco selbst hatte behauptet, keinen Fehler im Umgang mit dem Unglück gemacht zu haben. Laut Bericht trägt aber die Firma Verantwortung für die Katastrophe. dpa

ISRAEL

Debatte über Armenier-Völkermord

Jerusalem - Ein israelischer Parlamentsausschuss prüft eine Anerkennung des Völkermords an den Armeniern im Osmanischen Reich. Der Bildungsausschuss debattierte am Montag über einen Gesetzentwurf, demzufolge der 24. April zum „Gedenktag an das Massaker am armenischen Volk“ erhoben werden soll. Im Jahr 1915 begannen an diesem Tag die Massentötungen von Armeniern durch die Türken, bei denen Hunderttausende Menschen starben. Parlamentspräsident Reuwen Riwlin erklärte Kritikern, die Debatte sei nicht politisch motiviert. AFP

CHINA

Dissident zu Haftstrafe verurteilt

Peking - Chinas Regierung verschärft ihr Vorgehen gegen Kritiker. Ein Gericht im Südwesten des Landes verurteilte am Montag den langjährigen Dissidenten Chen Xi nach Angabe von dessen Frau wegen Anstiftung zur Subversion zu zehn Jahren Haft. Dies ist eine der härtesten Strafen für politische Vergehen seit der Verurteilung des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo vor zwei Jahren, der eine elfjährige Gefängnisstrafe verbüßt. Erst am Freitag war der Menschenrechtler Chen Wei nach einer ähnlichen Anklage zu neun Jahren Haft verurteilt worden. AFP

NORDKOREA

Ältester Sohn von Kim in Peking

Seoul - Der älteste Sohn des verstorbenen nordkoreanischen Staatschefs Kim Jong Il, Kim Jong Nam, ist südkoreanischen Medienberichten zufolge in Peking eingetroffen und steht „unter chinesischem Schutz“. Es war indes unklar, ob er an dem für Mittwoch geplanten Begräbnis seines Vaters in Pjöngjang teilnehmen wird, wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yinhap am Montag berichtete. Der südkoreanische Geheimdienst gab an, keine Informationen über Kim Jong Nams Ankunft in Peking zu haben. AFP

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben