NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ÄGYPTEN

Militärrat verkürzt Wahlprozess

Kairo - Der Oberste Militärrat in Ägypten hat die Parlamentswahl verkürzt. Die Wahl der zweiten Kammer, Schura, werde in zwei statt drei Phasen stattfinden und ende bereits am 22. Februar statt wie geplant am 11. März, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Mena. Zudem werde die Schura am 28. Februar, und damit fast einen Monat früher als geplant, zu ihrer ersten Sitzung zusammentreten. Beide Parlamentskammern könnten somit deutlich früher als geplant mit der Arbeit an einer neuen Verfassung beginnen. Die dritte und letzte Phase der Wahl zur Abgeordnetenkammer beginnt am Dienstag. Justizminister Adel Abdel Hamid verteidigte unterdessen das Vorgehen gegen 17 Nichtregierungsorganisationen, das im Zusammenhang mit illegaler Finanzierung aus dem Ausland stehe. Auch die deutsche Adenauer-Stiftung war durchsucht worden. AFP

FRANKREICH

Neue Vorwürfe gegen Sarkozy

Paris - In der französischen Karachi-Affäre um Waffenlieferungen und Schmiergeldzahlungen in den 90er Jahren gerät Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy erneut unter Druck. Ein einst ranghoher Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums soll vor dem zuständigen Untersuchungsrichter ausgesagt haben, dass die Gründung einer Firma in Luxemburg, über die die Schmiergelder abgewickelt wurden, nur mit Billigung des damaligen Haushaltsministers Sarkozy möglich gewesen sei, berichtete die Zeitung „Libération“ am Montag. In der Karachi-Affäre geht es um Gelder, die im Zuge eines Waffengeschäfts nach Pakistan und dann teilweise wieder zurück nach Frankreich geflossen sein sollen, um den Präsidentschaftswahlkampf des damaligen Premierministers Edouard Balladur mitzufinanzieren. Sarkozy war damals auch Wahlkampfsprecher Balladurs. AFP

PAKISTAN/AFGHANISTAN

Nachschub für Nato steckt fest

Karachi - Nachschublieferungen für die Nato-Truppen in Afghanistan stecken in der pakistanischen Hafenstadt Karachi fest. Derzeit befänden sich fast 3700 Lastwagen und mehr als 1700 Container in der Stadt nahe der Grenze, sagte ein Vertreter der Hafenverwaltung am Montag. Pakistan hatte die Grenze nach den Luftangriffen der Nato geschlossen, bei denen Ende November 24 pakistanische Soldaten im Grenzgebiet getötet worden waren. Die Nato und die USA äußerten zwar ihr Bedauern über den Vorfall, der ihrer Darstellung zufolge ein Versehen war. Dagegen verlautete aus Islamabad verschiedentlich der Vorwurf, der tödliche Angriff sei absichtlich erfolgt. AFP

SÜDSUDAN

Viele Tote bei Stammeskämpfen

Nairobi - Bei einem Angriff von Stammeskämpfern auf die Siedlung einer verfeindeten Volksgruppe im Südsudan sind vermutlich zahlreiche Menschen getötet worden. Es gebe Berichte über viele Tote und Verletzte in dem Ort Pibor in der Unruheprovinz Jonglei, sagte der Generalsekretär des Kirchenrats, Mark Akec Cien, am Montag in der südsudanesischen Hauptstadt Juba. Die Lage sei „sehr schlimm“. Am Wochenende waren rund 6000 bewaffnete Jugendliche vom Stamm der Lou Nuer in Pibor eingedrungen, das von Angehörigen der Murle bewohnt wird. Die Angreifer brannten Hütten nieder und plünderten ein Krankenhaus. Die Lage in Pibor sei angespannt, da die Lou Nuer immer noch vor Ort seien, sagte der Informationsminister von Jonglei, Isaac Ajiba, am Montag. Die angeforderten Soldaten seien noch auf dem Weg in das abgelegene Dorf. Es gebe Berichte über zahlreiche Opfer. Die UN hatten gewarnt, dass die Gewalt zu einer „großen Katastrophe“ führen könne. AFP

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