NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

NAHOST

Erste direkte Gespräche

seit mehr als einem Jahr

Tel Aviv/Amman - Nach mehr als einem Jahr des Stillstands im Nahost-Friedensprozess sitzen Israelis und Palästinenser erstmals wieder an einem Tisch. In der jordanischen Hauptstadt Amman begann am Dienstag ein Treffen des internationalen Nahost-Quartetts, zu dem auch Unterhändler beider Seiten stoßen wollten. Bei einem Gespräch unter vier Augen wollten der Israeli Izchak Molcho und der Palästinenser Saeb Erekat die Bedingungen für eine Wiederaufnahme von Friedensgesprächen erörtern. Die Palästinenser hatten im September 2010 die direkten Gespräche mit Israel kurz nach deren Wiederaufnahme unterbrochen. Auslöser war die Weigerung Israels, einen zehnmonatigen Baustopp in den Siedlungen zu verlängern. dpa

IRAN

Sechs Monate Haft

für Tochter von Rafsandschani

Teheran - Die Tochter des früheren iranischen Präsidenten Akbar Haschemi Rafsandschani ist nach Angaben ihres Anwalts wegen „regierungskritischer Propaganda“ zu sechs Monaten Haft verurteilt worden. Wie der Anwalt Gholam Ali Riahi am Dienstag laut der Nachrichtenagentur Isna sagte, wurde seiner Klientin Faeseh Haschemi außerdem für die Dauer von fünf Jahren verboten, „sich politisch, im Internet und journalistisch zu betätigen“. Der Anwalt kündigte Berufung gegen das Urteil an. AFP

LIBYEN

Tote bei Kämpfen

zwischen rivalisierenden Milizen

Tripolis - Bei Kämpfen zwischen früheren Rebellenkämpfern in der libyschen Hauptstadt Tripolis sind am Dienstag nach Zeugenangaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Rivalisierende Milizen aus Misrata hätten am Morgen Ex-Rebellenkämpfer nahe der früheren Geheimdienstzentrale des getöteten Machthabers Muammar al Gaddafi angegriffen, sagte Milizenführer Massu al Chadar. Die Kämpfer setzten Luftabwehrraketen und Maschinengewehre ein. AFP

AFGHANISTAN/KATAR

Taliban wollen

Auslandsbüro eröffnen

Kabul - Die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan haben die Eröffnung einer offiziellen Auslandsvertretung im Golfemirat Katar angekündigt. Das soll internationale Kontakte erleichtern. Gleichzeitig machten die Aufständischen jedoch klar, dass es sich dabei um kein offizielles Angebot für Friedensgespräche mit den USA oder der Regierung in Kabul handelt. „Ungeachtet unserer Stärke (in Afghanistan) sind wir bereit, ein Büro außerhalb des Landes zu eröffnen, um in einen Dialog mit der internationalen Gemeinschaft zu treten“, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid laut einer am Dienstag verbreiteten Erklärung. dpa

JAPAN/CHINA

Erneut Zwist

wegen umstrittener Inselgruppe

Tokio - Mit scharfem Protest hat China auf den Besuch von vier Japanern auf einer von beiden Staaten beanspruchten unbewohnten Inselkette im Ostchinesischen Meer reagiert. China bestehe auf „seiner Hoheitsgewalt über die Diaoyu-Inseln“ und habe einen diplomatischen Vertreter Japans einbestellt, erklärte ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums am Dienstag. Nach Angaben der japanischen Küstenwache hatten vier Japaner, darunter zwei Lokalpolitiker, am Dienstag auf einem Fischerboot eine der kleinen Inseln erreicht und sich dort rund zwei Stunden aufgehalten. AFP

UN

FAO-Chef: Kampf gegen Hunger

hat oberste Priorität

Rom - Der neue Generaldirektor der Welternährungsorganisation FAO, der Brasilianer Jose Graziano da Silva, hat die Ausrottung des Hungers in der Welt als oberstes Ziel der UN-Organisationen in seiner Amtszeit bezeichnet. Dieses Ziel könne die FAO jedoch nicht allein erreichen, sagte Graziano am Dienstag in Rom. Es bedürfe einer transparenten und demokratischen Zusammenarbeit mit den Mitgliedsstaaten der FAO, mit anderen UN-Organisationen und mit dem privaten Sektor. Gegenwärtig hungern nach FAO-Angaben weltweit 925 Millionen Menschen. Graziano, früherer brasilianischer Minister für Lebensmittelsicherheit, ist der erste Südamerikaner an der Spitze der 1945 gegründeten FAO. KNA

BULGARIEN

Spitzel-Botschafter

kehren auf Posten zurück

Sofia - Die bürgerliche bulgarische Regierung hat im Konflikt mit den „Spitzel-Botschaftern“ eine Niederlage erlitten. Drei von Außenminister Nikolaj Mladenow wegen ihrer Vergangenheit bei der kommunistischen Staatssicherheit (DS) 2011 entlassene Botschafter können ihre Posten in Den Haag, Athen und Belgrad wieder antreten. Das entschied das Oberste Verwaltungsgericht in Sofia nach Angaben des Staatsradios vom Dienstag. dpa

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