NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

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DEUTSCHLAND

Weiterhin großes Interesse

an Einsicht in Stasiakten

Berlin - Trotz eines leichten Rückgangs ist das Interesse der Bürger an den Stasiakten weiterhin hoch. Im vergangenen Jahr stellten 80 611 Bürger einen Antrag auf persönliche Akteneinsicht, wie die Stasiunterlagenbehörde am Donnerstag mitteilte. Im Jahr 2010 waren 87 514 Anträge eingegangen, im Jahr 2009, als der 20. Jahrestag des Mauerfalls begangen wurde, 102 658. Die Zahl der Ersuchen zur Überprüfung von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes stieg von 76 im Jahr 2010 auf 210 im vergangenen Jahr an. Nachdem durch eine Änderung des Stasiunterlagengesetzes der Kreis der zu überprüfenden Personen erweitert worden war, wird vermutlich in diesem Jahr mit noch mehr Überprüfungsanträgen im öffentlichen Dienst zu rechnen sein. sc

Traditionelle Rollenverteilung

weiter auf dem Rückzug

Düsseldorf - Die traditionelle Rollenverteilung in den Familien mit dem Mann als Alleinverdiener verliert weiter an Bedeutung. In mehr als der Hälfte aller Familien sind inzwischen beide Elternteile berufstätig, wie aus dem Familienreport 2011 der Bundesregierung hervorgeht. Väter beteiligen sich stärker am Familienleben. Weiteres Ergebnis: Eltern mit hohem Einkommen nutzen doppelt so häufig Betreuungsangebote für Kinder unter drei Jahren wie Geringverdiener. epd

USA

Washington richtet unter Spardruck Streitkräfte neu aus

Washington - Das US-Militär soll seine Bodenstreitkräfte verkleinern und sich stärker auf Asien konzentrieren. Dies erklärte US-Präsident Barack Obama am Donnerstag bei der Vorstellung einer neuen Verteidigungsstrategie, die auch eine Reduzierung der Truppen in Europa vorsieht. „Unsere Nation befindet sich in einer Phase des Übergangs“, schreibt Obama in der Einleitung des Pentagon-Plans. Neben einer Verringerung der Bodentruppen wird angesichts leerer Kassen in dem Dokument auch ein kleineres Atomwaffenarsenal angeregt. rtr

AFGHANISTAN

Taliban lassen

entführte pakistanische Kinder frei

Islamabad - Nach knapp viermonatiger Gefangenschaft haben die radikal-islamischen Taliban in Afghanistan 17 pakistanische Kinder freigelassen. Die Vorbereitungen liefen, die Kinder aus dem Nachbarland zurück in ihre Dörfer im pakistanischen Stammesgebiet Bajaur zu bringen, teilte die Regionalverwaltung am Donnerstag mit. Die Taliban wollten die Kinder ursprünglich gegen inhaftierte Gesinnungsgenossen austauschen. dpa

IRAK

Mehr als 70 Tote

bei Anschlägen auf Schiiten

Bagdad - Bei mehreren Bombenanschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad und im Süden des Landes sind am Donnerstag nach offiziellen Angaben mindestens 73 Menschen ums Leben gekommen. In Bagdad explodierten vier Sprengsätze in überwiegend von Schiiten bewohnten Vierteln. In der Nähe der Stadt Nassirija im Süden attackierte ein Selbstmordattentäter schiitische Pilger an einer Kontrollstelle der Polizei. rtr

ISRAEL

Anklage gegen Ex-Premier Olmert

in Schmiergeldaffäre

Jerusalem - Der bereits durch mehrere Korruptionsaffären belastete frühere israelische Regierungschef Ehud Olmert ist am Donnerstag im Zusammenhang mit einem Schmiergeldfall angeklagt worden. Auf Gesuch des Generalstaatsanwalts habe ein Gericht in Tel Aviv Anklage wegen Korruption erhoben, teilte die israelische Justiz mit. Olmert wird vorgeworfen, als Bürgermeister von Jerusalem in den 90er Jahren rund 1,5 Millionen Schekel (heute gut 300 000 Euro) an Schmiergeld angenommen zu haben. AFP

IRAN

Teheran zu neuen Verhandlungen über Atomprogramm bereit

Teheran - Der Iran hat sich zu einer Wiederaufnahme der Verhandlungen über sein umstrittenes Atomprogramm bereiterklärt. Der iranische Außenminister Ali Akbar Salehi sagte bei einer Pressekonferenz mit seinem türkischen Kollegen Ahmet Davutoglu, er halte die Türkei für den besten Ort für neue Gespräche. AFP

TUNESIEN

Arbeitsloser zündet

sich selbst an

Tunis - Ein arbeitsloser Tunesier hat sich am Donnerstag vor dem zentralen Regierungsgebäude in der verarmten Provinz Gafsa selbst angezündet. Er sei mit schweren Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht worden und schwebe in Lebensgefahr, sagte ein lokaler Gewerkschafter. Die Selbstanzündung eines jungen tunesischen Straßenhändlers im Dezember 2010 hatte eine Protestwelle ausgelöst, die zum Sturz des langjährigen Machthabers Zine al-Abidine Ben Ali führte. AFP

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