NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

UKRAINE

Julia Timoschenkos Ehemann

beantragt Asyl in Tschechien

Kiew/Prag - Der Ehemann der inhaftierten ukrainischen Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko (51) hat in Tschechien politisches Asyl beantragt. Alexander Timoschenko wolle mit dem Schritt verhindern, dass die Führung in Kiew auf die zu sieben Jahren Haft verurteilte Oppositionsführerin „weiteren Druck ausübe“. Das teilte Timoschenkos Partei am Freitag in Kiew mit. In Prag sagte Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg Medien zufolge, dem Antrag werde vermutlich stattgegeben. Nach Ansicht von Beobachtern würde dies die ohnehin gespannten bilateralen Beziehungen weiter verschlechtern. Tschechien gewährt bereits dem ukrainischen Ex-Wirtschaftsminister Bogdan Danilischin Asyl. Julia Timoschenko sitzt ihre Strafe wegen angeblichen Amtsmissbrauchs in einem Gefängnis in Charkow rund 450 Kilometer östlich von Kiew ab. Ihre Tochter Jewgenija protestierte am Freitag nach einem Besuch erneut gegen „unwürdige Haftbedingungen“. dpa

NORWEGEN

Erhielt die Regierung vor Attentaten Drohanruf von Breivik?

Oslo - Die norwegische Regierung hat Medienberichten zufolge Monate vor den blutigen Anschlägen von Oslo und Utöya einen Drohanruf eines Mannes erhalten, bei dem es sich um den Attentäter Anders Behring Breivik gehandelt haben könnte. Wie der Radiosender NRK am Freitag berichtete, ging bei der norwegischen Regierung im März 2011 ein Anruf ein, in dem ein Mann in einer ähnlich gewählten Sprache, wie sie Behring Breivik nutzt, davon gesprochen habe, auf Mitglieder der Arbeiterjugend schießen zu wollen. Auch von der Existenz eines „Manifests“ soll der Anrufer gesprochen haben. Am 22. Juli vergangenen Jahres tötete Behring Breivik zunächst im Regierungsviertel von Oslo mit einer Autobombe acht Menschen. Anschließend erschoss er in einem Sommerlager der Arbeiterpartei auf der Insel Utöya 69 Teilnehmer, die meisten von ihnen waren Jugendliche. AFP

TÜRKEI

Ex-Generalstabschef

wegen Putschversuch in U-Haft

Istanbul - Erstmals in der Geschichte der türkischen Republik ist ein ehemaliger Generalstabschef der Streitkräfte inhaftiert worden. Ilker Basbug wurde am Freitagmorgen in Untersuchungshaft genommen, wie die Nachrichtenagentur Anadolu unter Berufung auf seinen Anwalt Ilkay Sezer meldete. Ihm werde zur Last gelegt, eine „terroristische Organisation“ geleitet und versucht zu haben, die Regierung zu stürzen. Der frühere Generalstabschef war am Donnerstag in Istanbul sieben Stunden lang wegen des Verdachts verhört worden, Drahtzieher einer Kampagne zur Diskreditierung der Regierungspartei AKP gewesen zu sein. Basbug wies die Anschuldigungen laut Anadolu zurück. AFP

AFGHANISTAN

Acht Nato-Soldaten bei Anschlägen

im Süden des Landes getötet

Kabul - Bei Anschlägen im Süden Afghanistans sind mindestens acht Soldaten der Internationalen Schutztruppe ums Leben gekommen. Wie die Nato-geführte Isaf mitteilte, starben am Freitag bei der Explosion eines Sprengsatzes vier Soldaten. Ein fünfter wurde bei einem Angriff von Aufständischen getötet. Bereits am Vortag seien drei Einsatzkräfte einem Bombenanschlag zum Opfer gefallen, hieß es. dpa

NIGERIA

Mehr als 20 Tote

bei neuen Angriffen auf Christen

Addis Abeba/Abuja - Der Terror gegen Christen in Nigeria geht weiter. Am Freitag erschossen Unbekannte 17 Menschen in einem Rathaus in der nördlichen Stadt Mubi. Erst am Donnerstagabend waren sechs Menschen bei einem Anschlag auf eine Kirche in der Stadt Gombe getötet worden. Zehn weitere wurden dabei verletzt, einige von ihnen schwer. Bisher bekannte sich niemand zu den Taten; jedoch wird vermutet, dass die radikalislamische Sekte Boko Haram für die Attacken verantwortlich ist. Die Gruppe bezeichnet sich selbst als „nigerianische Taliban“. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben