NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

BIRMA

Nach 63 Jahren: Regierung schließt Waffenstillstand mit Rebellen

Hpa-An - Birmas Regierung hat nach einem halben Jahrhundert einen Waffenstillstand mit der wichtigsten Rebellengruppe der ethnischen Minderheit der Karen geschlossen. Eine Delegation der Regierung und Vertreter der Karen National Union (KNU) unterzeichneten ein entsprechendes Dokument in Hpa-An, der Hauptstadt des Staates Karen. „Das Ziel dieses Treffens war nicht nur ein Waffenstillstand, sondern der Frieden. Wir werden weiter daran arbeiten“, sagte der Minister für Einwanderungsfragen, Khin Yi. Präsident Thein Sein habe ihn angewiesen, den seit 63 Jahren andauernden Konflikt zu beenden. Der Rebellensprecher David Htaw begrüßte den „guten Willen“ der Regierung und sagte, das Abkommen „gründe auf Vertrauen“. Der Konflikt zwischen den Karen und der Zentralregierung ist einer der ältesten Bürgerkriege der Welt. AFP

SYRIEN

Beobachter brechen Einsatz

in Krisenregion ab

Beirut - Aus Verbitterung über die Gewalt in Syrien ziehen sich offenbar immer mehr Beobachter der Arabischen Liga aus ihrem Einsatz zurück. Der frühere algerische Beobachter Anwar Malek sagte, viele seiner Kollegen teilten seine Verärgerung. So hätten ein Rechtsexperte aus Marokko, ein Entwicklungshelfer aus Dschibuti und ein Ägypter den Einsatz abgebrochen. Die Beobachter sollten beurteilen, ob Staatschef Baschar al Assad einen Friedensplan umsetzt. Die Arabische Liga will sich am kommenden Donnerstag mit einem Bericht der Beobachter beschäftigen. Der Ministerpräsident von Katar, Hamad bin Dschassim al Thani, gestand ein, dass Zweifel an dem Einsatz wüchsen. rtr

POLEN

Ex-Innenminister nach 30 Jahren wegen Kriegsrecht verurteilt

Warschau - 30 Jahre nach Verhängung des Kriegsrechts in Polen ist der damalige Innenminister, General Czeslaw Kiszczak, zu einer zweijährigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Eine Strafkammer des Bezirksgerichts Warschau sprach den 86-jährigen wegen der Bildung einer illegalen bewaffneten Gruppe und Menschenrechtsverbrechen unter kommunistischer Herrschaft schuldig. Für Stanislaw Kania, einst Generalsekretär der Kommunistischen Partei, endete der Prozess mit einem Freispruch. Das Verfahren gegen ein weiteres Staatsratsmitglied wurde wegen Verjährung ausgesetzt. Das Verfahren gegen Wojciech Jaruzelski, den damaligen Staatsratsvorsitzenden, war im Sommer wegen schwerer Erkrankung eingestellt worden. dpa

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