NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Foto: Reuters
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DEUTSCHLAND

Polizeipanne in Jena soll Festnahme

von Zschäpe verzögert haben

Berlin - Eine Panne der Jenaer Polizei hat nach einem „Focus“-Bericht die Festnahme der mutmaßlichen Rechtsterroristin Beate Zschäpe verzögert. Sie habe am 8. November zunächst in einem Anruf bei der Polizei versucht, sich zu stellen – ihr Versuch sei aber erfolglos geblieben, obwohl sie bundesweit gesucht wurde und vor der Wohnung ihrer Mutter eine Polizeiaktion lief. Sie habe nach dem Tod ihrer Komplizen und ihrer mehrtägigen Flucht noch ihre Familie in Jena besuchen wollen. Wegen der Polizeipräsenz habe Zschäpe davon Abstand genommen und die Notrufnummer 110 gewählt. Sie meldete sich laut „Focus“ mit den Worten „Guten Tag, hier ist Beate Zschäpe“, nach der „schon seit Tagen“ gesucht werde, und versuchte zwei Minuten lang, sich zu stellen – doch der Beamte habe sie nicht erkannt. Stunden später erschien sie laut Magazin zusammen mit einem Anwalt bei der Polizei, um sich zu stellen. dpa

SYRIEN

Saudi-Arabien will seine Beobachter abziehen

Kairo/Damaskus - Die Arabische Liga ist sich offenbar uneins über die Zukunft ihrer Beobachtermission in Syrien. Während die Außenminister der Liga in Kairo über eine Verlängerung des Mandats berieten, kündigte Saudi-Arabien an, seine Beobachter aus Syrien abzuziehen. Zur Begründung nannte Außenminister Saud al Faisal die mangelnde Bereitschaft der syrischen Führung, die Gewalt zu beenden. Die syrische Oppositionsbewegung setzt ihre Hoffnungen derweil nicht mehr auf die Beobachtermission. „Wir fordern die Arabische Liga offiziell auf, das Thema Syrien an den UN-Sicherheitsrat zu übergeben“, forderte der Syrische Nationalrat vor dem Treffen der Außenminister. In Syrien kamen allein an diesem Wochenende wieder rund 110 Menschen ums Leben. Seit Beginn der Proteste gegen das Regime von Präsident Baschar al Assad sind nach UN-Angaben mehr als 5000 Menschen getötet worden. AFP/dpa

NIGERIA

Wieder Tote bei Anschlägen

von Islamisten im Norden

Kapstadt/Abuja - Bei neuen Bombenanschlägen im Norden Nigerias sind am Sonntag mindestens elf Menschen getötet worden. Bei Anschlägen am Freitagnachmittag in der Stadt Kano im gleichnamigen Nachbarstaat Bauchis waren nach Angaben von Krankenhäusern 180 Menschen getötet worden, andere Quellen nannten am Sonntag 250 Tote. Die Verantwortung für die Anschläge in Kano hatte die radikal-islamische Sekte Boko Haram übernommen.dpa

BULGARIEN

Plewneliew ist

neuer Staatschef

Sofia - Bulgariens neuer Präsident Rossen Plewneliew hat am Sonntag sein Amt angetreten. Der parteilose Ex-Regionalminister löste damit den Sozialisten Georgi Parwanow nach zwei fünfjährigen Amtszeiten an der Staatsspitze ab. Plewneliew (47) war als Kandidat der bürgerlichen Regierung im Oktober direkt vom Volk zum Staatschef gewählt worden. Vor seiner politischen Karriere war Plewneliew als erfolgreicher Bauunternehmer mit engen Kontakten nach Deutschland tätig. Als Regionalminister machte er sich mit Projekten zur Modernisierung der Infrastruktur und dem Bau neuer Autobahnstrecken einen Namen. dpa

FINNLAND

Entscheidung über Präsidenten erst bei Stichwahl in zwei Wochen

Helsinki - Der konservative Ex-Finanzminister Sauli Niinistö hat die erste Runde der Präsidentenwahl in Finnland gewonnen, die absolute Mehrheit aber verfehlt. Der 63-Jährige kam am Sonntag nach einer Hochrechnung auf 36,9 Prozent. Er muss damit bei einer Stichwahl in zwei Wochen gegen den grünen Ex-Umweltminister Pekka Haavisto antreten, der als Zweiter auf 18,7 Prozent kam. dpa

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