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SYRIEN

Russland stoppt Syrien-Resolution

Damaskus - In der seit fast elf Monaten andauernden Syrienkrise bleibt der UN-Sicherheitsrat weiter sprachlos. Trotz zahlreicher Kompromisse will Moskau auch einen neuen Resolutionsentwurf nicht mittragen. Unterdessen erreichen die gewaltsamen Unruhen nun auch den bislang verhältnismäßig ruhigen Norden Syriens. Am Freitag kam es in der Provinz Aleppo nach Angaben von Aktivisten zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Oppositionellen und syrischen Regierungstruppen, bei denen acht Zivilisten getötet wurden. In der Provinz Daraa töteten Deserteure nach Informationen der Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter acht Soldaten. Landesweit seien am Freitag insgesamt 28 Zivilisten getötet worden, meldeten Aktivisten. In Berlin stürmten am Freitag syrische Regimegegner die Botschaft ihres Landes. Nach Polizeiangaben drangen rund 30 Männer und Frauen in die Vertretung ein und demolierten Teile der Einrichtung. Die Polizei nahm die Eindringlinge fest. Das Auswärtige Amt verurteilte den Vorfall aufs Schärfste. dpa

LIBYEN

Hinweise auf Folter

Tripolis - Nach dem Sturz von Machthaber Muammar al Gaddafi mehren sich Hinweise auf Folter an seinen Anhängern. Die Menschenrechtsgruppe Human Rights Watch (HRW) wirft libyschen Milizionären vor, den ehemaligen Frankreich-Botschafter des Landes zu Tode gefoltert zu haben. Omar Brebesch sei am 19. Januar in Tripolis festgenommen worden. Die Leiche des 62-Jährigen habe am folgenden Tag im 100 Kilometer entfernten Sintan im Krankenhaus gelegen. Eine erste Untersuchung habe unter anderem gebrochene Rippen, Schnittwunden und offenbar auch ausgerissene Zehennägel offenbart. rtr

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