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DEUTSCHLAND

BKA will 50 zusätzliche Beamte für Ermittlungen gegen Neonazi-Terror

Jena/Wiesbaden - Das Bundeskriminalamt (BKA) fordert mehr Personal für die Ermittlungen zur rechtsextremen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Die bislang 360 Beamten sollten durch 50 zusätzliche Ermittler von der Bundespolizei und aus den Ländern verstärkt werden, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke dem „Spiegel“. Nach Informationen des „Focus“ liegt inzwischen ein kriminaltechnisches Gutachten vor, das die einzige Überlebende der Terrorzelle, Beate Zschäpe, als Brandstifterin überführt. Zschäpe soll die Wohnung am 4. November 2011 angezündet haben, um Beweise zu vernichten. Ihre Komplizen Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos waren zuvor bei einem Bankraub in Eisenach von der Polizei aufgespürt worden und hatten sich getötet. Den aus Jena stammenden drei Verdächtigen werden zehn Morde zur Last gelegt. dpa

Ex-Geheimdienstchef Uhrlau heuert bei der Deutschen Bank an

Hamburg - Der frühere Chef des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau, arbeitet jetzt für die Deutsche Bank. Ein Sprecher des Instituts bestätigte einen Bericht des „Spiegel“, wonach Uhrlau Deutschlands größtes Geldhaus bei der Analyse globaler Risiken berate. Uhrlau sei seit Anfang Februar als freiberuflicher Berater für die Deutsche Bank tätig, sagte der Sprecher. Dem Magazin zufolge ist der neue Job mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (CDU) abgesprochen und von diesem gebilligt worden. Uhrlau, 65, war Ende 2011 als Geheimdienstchef verabschiedet worden. dapd

Sicherheitsexperten warnen

vor Cyberterroristen

München - Das Internet kann nach Einschätzung von Sicherheitsexperten zum Schlachtfeld des 21. Jahrhunderts werden. Daher müsse es eine stärkere Regulierung im Netz und ein gemeinsames Vorgehen der Staaten gegen sogenannte Cyberterroristen geben, zeigte sich die Münchner Sicherheitskonferenz am Sonntag einig. Der russische Computervirenspezialist Jewgeni Kaspersky rief die Politiker auf, sich auf eine Ächtung der Cyberwaffen zu einigen. Die in der EU für das Internet zuständige Kommissarin Neelie Kroes wies darauf hin, dass die Digitalisierung die Welt grundlegend verändere und heute Wirtschaft und Demokratie beeinflusse. Internetkriminalität verursache weltweit jährlich Schäden in Höhe von einer Billion US-Dollar und damit mehr als der Drogenhandel. Daher plane die EU eine „Schnelle Eingreiftruppe“ für das Internet. dapd

FINNLAND

Konservativer Niinistö

wird neuer Präsident

Helsinki - Der Konservative Sauli Niinistö wird neuer finnischer Präsident. Bei der Stichwahl gegen den Grünen-Politiker Pekka Haavisto siegte der 63-Jährige am Sonntag wie erwartet mit deutlichem Vorsprung. Der Liberal-Konservative von der Nationalen Koalitionspartei kam auf knapp 63 Prozent der Stimmen. Haavisto gestand seine Niederlage ein; er erhielt gut 37 Prozent der Stimmen. Der Euro-Befürworter Niinistö hatte schon die erste Runde der Präsidentenwahl mit acht Kandidaten für sich entschieden, die erforderliche absolute Mehrheit dabei aber verfehlt. Er löst die Sozialdemokratin Tarja Halonen ab, die nach zwei Amtszeiten seit dem Jahr 2000 nicht erneut kandidieren konnte. Euroskeptiker wie Timo Soini von den rechtspopulistischen Wahren Finnen waren bereits in der ersten Runde ausgeschieden. Die formelle Macht des Präsidenten ist in Finnland ähnlich wie in Deutschland begrenzt. rtr/AFP

USA

Romney gewinnt auch Vorwahlen

der Republikaner in Nevada

Washington - Mitt Romney hat auch die Vorwahl im Bundesstaat Nevada klar gewonnen und seine Führung im Rennen um die republikanische Präsidentschaftskandidatur ausgebaut. Romney kam am Samstag ersten Auszählungen zufolge auf 43 Prozent der Stimmen, wie mehrere Medien berichteten. Sein Erzrivale Newt Gingrich landete mit weitem Abstand auf Platz 2 – er schaffte 25 Prozent. Damit baut Romney seinen Vorsprung in dem langwierigen Rennen aus. Medienberichten zufolge überzeugte Romney in Nevada auch sehr konservative Wähler und Anhänger der Tea-Party-Bewegung, die eigentlich eher zum Gingrich-Lager zählen. Gingrich will aber bis zum Ende der Vorwahlen weitermachen. dpa

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