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DEUTSCHLAND

Kritik an Wulff aus Landesregierung in Niedersachsen

Berlin - Erstmals seit Beginn der Affären um Bundespräsident Christian Wulff hat ein Mitglied von Niedersachsens CDU/FDP-Landesregierung das Staatsoberhaupt direkt attackiert. Strittige Angaben der Regierung im Landtag seien mit dem Bundespräsidialamt abgesprochen gewesen, hätten sich aber als „schlicht falsch“ erwiesen, sagte Vize-Ministerpräsident und Wirtschaftsminister Jörg Bode der „Bild“. „Wulff war für die Antwort mitverantwortlich. Was genau er gewusst hat, wird jetzt zu klären sein“, betonte der FDP-Politiker. Bislang hatte die christlich-liberale Landesregierung um Ministerpräsident David McAllister (CDU) offene Kritik an Wulff vermieden. Stattdessen hagelte es Vorwürfe gegen Wulffs Exsprecher und Vertrauten Olaf Glaeseker. Das in Niedersachsen umstrittene Prominententreffen „Nord-Süd-Dialog“ hatte in Wulffs Zeit als Ministerpräsident von 2007 bis 2009 stattgefunden. Zunächst hatte die Landesregierung Verstrickungen zurückgewiesen – inzwischen ist aber bekannt, dass einige Ministerien involviert waren. dpa

RUMÄNIEN

Regierung tritt nach Protesten wegen Sparmaßnahmen zurück

Bukarest - Der rumänische Ministerpräsident Emil Boc und seine Regierung sind am Montag zurückgetreten. Seine bürgerliche Partei PDL hatte Boc zu diesem Schritt gedrängt, nachdem sie in den Umfragen immer weiter abgesackt war. Hintergrund ist Bocs Sparpolitik auf Druck von EU und Internationalem Währungsfonds, die zuletzt landesweite Massenproteste ausgelöst hatte. Boc hatte mehrfach erklärt, die Sparpolitik müsse fortgesetzt werden. Chef einer Übergangsregierung ist nun Justizminister Catalin Predoiu. dpa/AFP

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