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DEUTSCHLAND

Gysi: Kommunistische Plattform

soll keine Geheimnisse haben

Berlin - Linksfraktionschef Gregor Gysi hat die Kommunistische Plattform (KPF) in seiner Partei angegriffen, weil sie sich verweigert, Auskünfte über ihr Spitzenpersonal zu geben. Das sei „unmöglich“, sagte Gysi. Er forderte, die Namen bekannt zu machen. Wer sich der KPF anschließe und dort eine Führungsposition übernehme, müsse auch dazu stehen. Unter anderem mit Hinweis auf die Positionen der KPF ist die Linkspartei seit Jahren im Visier des Verfassungsschutzes. Die Gruppierung lehnt es ab, die personelle Zusammensetzung ihres Bundessprecherrates und ihres Bundeskoordinierungsrates zu veröffentlichen. m.m.

Zwei gewaltsam Getötete

als Opfer von Neonazis eingestuft

Berlin - Das sächsische Innenministerium hat zwei rechtsextreme Tötungsdelikte aus den Jahren 1996 und 1999 nun auch als politisch motivierte Verbrechen eingestuft. Mit den neu bewerteten Fällen steigt die offizielle Zahl der Todesopfer rechter Gewalt in Deutschland auf 50. Der Asylbewerber Achmed Bachir wurde 1996 in Leipzig erstochen, 1999 starb der Jugendliche Patrick Thürmer in Hohenstein-Ernsttal nach einem Überfall. Der Tagesspiegel und zwei weitere Zeitungen, die die Opfer rechter Gewalt seit der Wiedervereinigung zählen, kommen auf weit mehr Tote, insgesamt 138. Die beiden Fälle, die Sachsen jetzt neu bewertete, stehen bereits auf dieser Liste. fan

USA

Dreifachsieg von Santorum bringt Spannung in die US-Vorwahlen

Washington - Mit einem Dreifachsieg hat der als Außenseiter gehandelte Rick Santorum bei den Vorwahlen in den USA das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner wieder spannend gemacht. Der ultrakonservative Ex-Senator von Pennsylvania gewann in den Bundesstaaten Minnesota und Missouri mit deutlichem Vorsprung, etwas knapper auch in Colorado. Der zuletzt haushohe Favorit Mitt Romney hat nun wieder unerwartet Konkurrenz. dpa

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