NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Christian Lindner bewirbt sich um FDP-Vorsitz im Bezirk Köln

Köln - Zwei Monate nach seinem Rücktritt als FDP-Generalsekretär hat sich Christian Lindner offiziell um den Vorsitz des größten Bezirksverbands seiner Partei beworben. Nach einer Reihe von Gesprächen habe er sich entschieden, in Köln für die Nachfolge des bisherigen Vorsitzenden Werner Hoyer anzutreten, heißt es in einem Brief, den Lindner jetzt an alle Spitzenfunktionäre des Bezirks geschrieben hat. „In der schwierigen Lage unserer Partei“ sei es sein Anliegen, die öffentliche Präsenz der FDP zu verstärken und den unmittelbaren Austausch mit den Bürgern zu suchen. „Viel Arbeit liegt vor uns, um wieder mehr und mehr Menschen im persönlichen Austausch neu für liberale Politik zu gewinnen.“ Lindner ist seit acht Jahren stellvertretender Bezirksvorsitzender in Köln. In Parteikreisen wird spekuliert, dass der 33-Jährige über Köln ein Comeback in der Bundespolitik einleiten will. dpa

NIEDERLANDE

Premier Rutte wegen Website

von Islamgegner Wilders unter Druck

Berlin - Wegen einer Website der Partei des niederländischen Islamgegners Geert Wilders gerät die Mitte-Rechts-Regierung von Ministerpräsident Mark Rutte zunehmend unter Druck. Der stellvertretende Fraktionschef der europäischen Konservativen im Europaparlament, Manfred Weber, forderte Rutte auf, sich von der Website zu distanzieren, auf der Niederländer Probleme mit Osteuropäern nach der Öffnung des Arbeitsmarktes melden können. „Es ist traurig, dass vom liberalen niederländischen Premier Rutte dazu kein klares Wort zu hören ist“, sagte der Vize-Fraktionschef der Europäischen Volkspartei (EVP) dem Tagesspiegel. Der CSU-Politiker warf Rutte vor, seinen ungarischen Amtskollegen Viktor Orban wegen Verstößen gegen Grundrechte belehren zu wollen, während er aber nicht einmal fähig sei, „im eigenen Haus für Ordnung zu sorgen“. Mit der Internetseite der Wilders-Partei würden Osteuropäer „bewusst in eine Ecke“ gestellt. Ruttes Minderheitsregierung wird von Wilders’ rechtspopulistischer Partei PVV toleriert. Auch die Botschafter und Geschäftsträger osteuropäischer Länder in den Niederlanden riefen Rutte auf, sich von der Wilders-Website zu distanzieren. ame

ARGENTINIEN

Hafenarbeiter boykottieren

wegen Falkland britische Schiffe

Buenos Aires - Der argentinisch-britische Dauerstreit um die Falklandinseln eskaliert weiter. Argentinische Transportarbeiter wollen künftig keine britischen Schiffe in argentinischen Häfen abfertigen. Der Dachverband der Transportarbeiter wolle damit die Forderung Argentiniens unterstützen, mit Großbritannien die Hoheit über die Inseln zu verhandeln, berichtete die Nachrichtenagentur Dyn. Argentinien hatte am 2. April 1982 die seit 1833 von Großbritannien verwalteten, dünn besiedelten Falklandinseln im Südatlantik besetzt. In einem Krieg von zweieinhalb Monaten eroberten die Briten die Inselgruppe zurück. Bei den Kämpfen waren fast 1000 Menschen getötet worden. dpa

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