NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

Schäuble kann in Brüssel wieder offen mit Kollegen reden

Brüssel - Kameraleute, die unmittelbar vor Beginn von EU-Beratungen in Brüssel die Minister aufnehmen, dürfen deren Gespräche nicht aufzeichnen. Mit dieser Anweisung reagierte der EU-Ministerrat am Montag in Brüssel auf Fernsehbilder von einem Treffen der Finanzminister der Euro-Gruppe vom 9. Februar. Damals hatte ein Kamerateam ein Gespräch zwischen Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) und seinem portugiesischen Kollegen Vitor Gaspar aufgenommen. Schäuble hatte, ohne den vor ihm stehenden Kameramann zur Kenntnis zu nehmen, Andeutungen über ein neues Hilfsprogramm für Lissabon gemacht, was dann an die Öffentlichkeit gelangte. Zu Beginn des Eurogruppentreffens am Montag wurden die Journalisten schriftlich darauf hingewiesen, es sei nicht erlaubt, bei den Aufnahmen der Minister im Sitzungsraum Gespräche mitzuschneiden. Wer sich nicht daran halte, erhalte künftig Filmverbot bei den Ministertreffen. dpa

SPD: Sorgerecht für Kinder unverheirateter Paare neu regeln

Berlin - Die SPD-Bundestagsfraktion will das elterliche Sorgerecht bei nicht verheirateten Eltern neu regeln. In einem am Montag in Berlin veröffentlichten Antrag spricht sich die SPD dafür aus, das Sorgerecht rasch nach der Geburt zu klären. Demnach sollte der Standesbeamte bei der Registrierung des Kindes die Eltern über die Möglichkeit einer gemeinsamen Sorgeerklärung aufklären. Sollte es kein Einvernehmen geben, müssten sie sich in einer bestimmten Frist äußern. Dabei könnte auch das Jugendamt auf eine Lösung hinwirken. Notfalls solle das Familiengericht entscheiden. Der Anteil unverheirateter Eltern betrug laut Statistik 2009 rund 61 Prozent in Ost- und 26 Prozent in Westdeutschland. KNA

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