NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Unruhen nach Koran-Verbrennung

Kabul - Die angebliche Verbrennung des Korans durch US-Soldaten in Afghanistan hat am Dienstag wütende Proteste ausgelöst. Vor dem US-Stützpunkt in Bagram versammelten sich nach Behördenangaben knapp 3000 Demonstranten, die „Tod den Amerikanern“ skandierten. Die Internationale Schutztruppe Isaf gab zu, dass Soldaten in Bagram muslimische Schriften wie den Koran „unangemessen entsorgt“ hätten. Isaf-Kommandeur John Allen entschuldigte sich und betonte, die Soldaten hätten nicht vorsätzlich gehandelt. Im vergangenen Frühjahr waren in Afghanistan bei tagelangen Protesten gegen die Koran-Verbrennung eines Predigers in Florida 23 Menschen ums Leben gekommen.dpa

IRAN

Erstschlag Teil der Militärstrategie

Teheran - Der Vize-Chef der iranischen Streitkräfte hat am Dienstag erklärt, dass sein Land einen präventiven Angriff auf Israel nicht ausschließe. Die Nachrichtenagentur Fars zitierte Mohammed Hedschasi mit den Worten: „Wenn wir das Gefühl haben, dass unsere Feinde die nationalen Interessen des Iran gefährden wollen, dann werden wir handeln, ohne auf ihr Vorgehen zu warten.“ Das sei Teil der Militärstrategie des Landes. Israel und die USA haben eine Militäraktion gegen iranische Atomanlagen nicht ausgeschlossen, falls die Gefahr besteht, dass der Iran an Atomwaffen gelangen könnte. rtr

JEMEN

Mehrere Tote bei Präsidentenwahl

Sanaa - Die Präsidentschaftswahl im Jemen ist am Dienstag von Gewalt im Süden und einem Boykott schiitischer Rebellen im Norden überschattet worden. Zur Wahl stand nur Abd Rabbo Mansur Hadi, bisheriger Vize des aus dem Amt gezwungenen Staatschefs Ali Abdallah Saleh. Bei Angriffen auf Wahllokale starben mindestens zehn Menschen. AFP

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