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Gericht fordert neuen Prozess

gegen Holocaust-Leugner Williamson

Nürnberg/Regensburg - Der Prozess gegen den Holocaust-Leugner Bischof Richard Williamson muss wegen Verfahrensmängeln neu aufgerollt werden. Das entschied das Oberlandesgericht Nürnberg in einem Revisionsverfahren. Es begründete dies am Mittwoch damit, dass das Amtsgericht Regensburg bereits in seinem Strafbefehl nicht erläutert habe, in welcher Weise und wo in Deutschland das umstrittene Interview des Bischofs veröffentlicht worden sei. Dies sei aber Voraussetzung für eine strafrechtliche Verfolgung einer möglichen Volksverhetzung. Der 71 Jahre alte Bischof der erzkatholischen Piusbruderschaft hatte 2008 in einem Interview mit einem schwedischen Sender den Holocaust bestritten. Das in Schweden ausgestrahlte Interview war auch im Internet veröffentlicht worden. Williamson sollte deswegen eine Geldstrafe von 6500 Euro zahlen. dpa

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