NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

SERBIEN/KOSOVO

Belgrad und Pristina einigen sich

auf gemeinsame Grenzverwaltung

Brüssel - Die Chancen Serbiens, Anfang kommender Woche als Beitrittskandidat für die Europäische Union anerkannt zu werden, sind gestiegen. Belgrad gestand dem Kosovo zu, unter diesem Namen in Zukunft bei internationalen Verhandlungen auftreten zu dürfen. Allerdings muss Kosovo in einer Anmerkung darauf hinweisen, dass dies kein Präjudiz für eine Anerkennung des Kosovo durch Serbien bedeutet. Belgrad betrachtet das Kosovo, das sich 2008 für unabhängig erklärt hat, weiterhin als Provinz Serbiens. Zudem haben sich beide Seiten in Brüssel auf ein gemeinsames Management ihrer Grenze geeinigt. „Dies ist ein wesentlicher Schritt voran“, heißt es in einer Erklärung der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und des EU-Erweiterungskommissars Stefan Füle. dpa

IRAN

Atombehörde: Teheran forciert Nuklearprogramm

Wien - Trotz der zunehmenden Spannungen mit dem Westen lenkt der Iran nicht ein, sondern forciert UN-Angaben zufolge sein umstrittenes Atomprogramm sogar noch. Die Uran-Anreicherung sei deutlich ausgebaut worden, hieß es in einem am Freitag veröffentlichten Bericht der UN-Atomenergiebehörde IAEO. „Die Behörde hat weiter ernsthafte Sorgen wegen der möglichen militärischen Dimensionen des iranischen Atomprogramms.“ So habe die Islamische Republik in den vergangenen zwei Jahren fast 110 Kilogramm Uran auf einen Anreicherungsgrad von 20 Prozent gebracht. Westlichen Experten zufolge reichen rund 250 Kilogramm als Basis für Atomwaffen aus. Bundesaußenminister Guido Westerwelle zeigte sich “sehr besorgt“: Der Iran habe die Pflicht, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten.rtr

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