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DEUTSCHLAND

Gaucks Sohn verteidigt seinen Vater

Berlin - Zwei Wochen vor der Wahl des neuen Bundespräsidenten verteidigt Joachim Gaucks ältester Sohn Christian seinen Vater gegen Vorwürfe, er sei zu DDR-Zeiten kein wirklicher Widerständler gewesen. Der frühere evangelische Pfarrer habe „sich nicht gegen alles gestellt, aber er hat als Pastor sehr konkret geholfen. Damit war er für uns ein Bürgerrechtler im wahrsten Sinne des Wortes“, sagte Christian Gauck der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Über seinen Vater und das Familienleben berichtete er: „Wir kamen als Familie immer an zweiter Stelle, er hat alles allein entschieden.“ Joachim Gauck sei „immer unterwegs“ und „für uns selten der Familienvater“ gewesen. Gauck stellt sich am Dienstag der Fraktion der Linken im Bundestag vor. Das teilte Gaucks Sprecher Andreas Schulze am Sonntag mit. Gauck wird von der schwarz-gelben Koalition sowie von SPD und Grünen unterstützt. epd

Stoiber-Sohn unter Plagiatsverdacht

Berlin - Dominic Stoiber, der Sohn des ehemaligen bayrischen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber, steht unter dem Verdacht, bei seiner Doktorarbeit plagiiert zu haben. Die Universität Innsbruck, an der Stoiber promovierte, habe ein Verfahren eingeleitet, um den Plagiatsvorwurf zu prüfen, berichtete der „Spiegel“. Details wurden nicht genannt. Stoiber reichte seine Arbeit 2010 ein. Er promovierte über die Föderalismusreform – und damit auch über das Wirken seines Vaters, der damals einer der beiden Vorsitzenden der Föderalismuskommission war. Bereits im vergangenen Jahr wurde der Tochter Stoibers, Veronica Saß, der Doktortitel von der Uni Konstanz aberkannt. Dagegen klagt Saß derzeit. tiw

Koch erneut für CDU tätig

München - Hessens Ex-Ministerpräsident Roland Koch ist wieder für die CDU tätig. Der jetzige Vorstandsvorsitzende des Baukonzerns Bilfinger Berger gehört der Kommission an, die den Leitantrag für den CDU-Bundesparteitag Anfang Dezember vorbereitet. Die CDU-Parteizentrale bestätigte am Sonntag einen entsprechenden Bericht des Magazins „Focus“. Thema des Bundesparteitags soll nachhaltige Wirtschaftspolitik sein. Die Kommission hat ihre Arbeit den Angaben zufolge bereits aufgenommen. Auch die Bundesminister Norbert Röttgen (Umwelt) und Ursula von der Leyen (Arbeit) gehören demnach zu der Runde. Koch hatte im Mai 2010 überraschend seinen Rückzug von allen politischen Ämtern angekündigt. dpa/AFP

Kabul: Berater zurück in Ministerien

Kabul - In Afghanistan kehren die zivilen Berater der Bundesregierung wieder in die Ministerien nach Kabul zurück. Vor acht Tagen hatten sie ihre Arbeitsplätze wegen der eskalierenden Gewalt verlassen müssen. Die rund 50 Experten nähmen an diesem Montag wieder ihren Dienst auf, erfuhr die Nachrichtenagentur dpa in Kabul aus Kreisen der Berater. Die Bundesregierung hatte den vorübergehenden Abzug vor einer Woche eine „reine Vorsichtsmaßnahme“ genannt. Zuvor waren im Kabuler Innenministerium zwei US-Militärberater erschossen worden. dpa

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