NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND/FRANKREICH

Merkel bleibt bei Nein

zu Treffen mit Hollande

Berlin - Kanzlerin Angela Merkel (CDU) bleibt bei ihrem Nein zu einem Treffen mit dem französischen Präsidentschaftskandidaten François Hollande. Der Sprecher der Bundesregierung, Steffen Seibert, bestätigte, dass es im Kalender der Kanzlerin „bislang keinen Termin“ gebe. Als „falsch“ bezeichnete er jedoch den „Spiegel“-Bericht, wonach es eine Absprache gegen Hollande gebe. Die konservativen Regierungschefs sollen laut „Spiegel“ empört über Hollandes Ankündigung sein, den EU-Fiskalpakt im Falle seiner Wahl neu zu verhandeln. Hollandes Wahlkampfmanager Pierre Moscovici sprach hingegen von einem „konservativen Druck, wie es ihn in der Geschichte Europas noch nie gab“. Schließlich hatte Merkel 2007 sowohl den konservativen Kandidaten Nicolas Sarkozy als auch seine sozialistische Konkurrentin Ségolène Royal empfangen. SPD-Chef Sigmar Gabriel sagte „Spiegel Online“ mit Blick auf die Kanzlerin: „Wenn sie behauptet, sie könne mit dem aussichtsreichsten Präsidentschaftskandidaten nicht zusammenarbeiten, zeigt das ein eigentümliches Demokratieverständnis – und schadet deutschen Interessen.“ Gabriel fügte hinzu: „Das deutsch-französische Verhältnis ist wichtiger als die konservative Parteipolitik von Merkozy.“ dpa/AFP

SYRIEN

UN-Sonderbeauftragter Annan

will Ende der Gewalt erreichen

Kairo - Der Sonderbeauftragte der Vereinten Nationen und der Arabischen Liga, Kofi Annan, wird am Samstag nach Syrien reisen. Das teilte der Chef der Arabischen Liga, Nabil al Arabi, am Montag in Kairo mit. Annan war in der vergangenen Woche zum Syrien-Sonderbeauftragten ernannt worden. Er hatte angekündigt, er werde sich in Damaskus für ein Ende der Gewalt und für den Zugang humanitärer Organisationen zu Hilfsbedürftigen stark machen. Damaskus verweigert dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) weiter den Zugang zu dem Viertel Baba Amr in der Protesthochburg Homs. AFP

AFGHANISTAN

Religionsrat-Untersuchung: Koranverbrennung war beabsichtigt

Kabul - Entgegen amerikanischen Regierungsangaben sind die Koranverbrennungen durch US-Soldaten in Afghanistan nach einer Untersuchung des Religionsrats vorsätzlich geschehen. Die Darstellung der US-Regierung, es habe sich um ein Versehen gehandelt, sei „nicht hinnehmbar“, sagte Ratsmitglied Maulawi Chalikdad am Montag der Nachrichtenagentur dpa in Kabul. Die Koranverbrennungen vor zwei Wochen hatten tagelange Unruhen im Land ausgelöst. dpa

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