NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

ISRAEL

Eine UN-Untersuchung

der Siedlungspolitik ist unerwünscht

Jerusalem/Ramallah - Israel hat die Entscheidung des UN-Menschenrechtsrates für die Einsetzung einer Untersuchungskommission zur Siedlungspolitik im Westjordanland scharf kritisiert. „Dies ist ein scheinheiliger Menschenrechtsrat mit einer automatischen anti-israelischen Mehrheit“, zitierte die Zeitung „Jerusalem Post“ Regierungschef Benjamin Netanjahu. Die Teilnehmer sollten sich für ihr Verhalten „schämen“, sagte Netanjahu. Das UN-Gremium in Genf hatte sich am Vortag bei 36 Ja-Stimmen, einer Gegenstimme der USA und zehn Enthaltungen dafür ausgesprochen, die Auswirkungen der jüdischen Siedlungen auf die Palästinenser im Westjordanland und im arabischen Ostteil von Jerusalem zu untersuchen. dpa

SYRIEN

Annan sucht in Moskau und Peking nach einer Friedenslösung

Genf - Während die Notlage vieler Syrer schlimmer wird, reist der Sondergesandte Kofi Annan in der Hoffnung auf Unterstützung für eine Friedenslösung nach Moskau und Peking. Welche Chancen es für die Mission des Beauftragten der UN und der Arabischen Liga gibt, ist unklar: Am Freitag verweigerten Russland und China erneut einer Syrien-Resolution des UN-Menschenrechtsrates ihre Zustimmung. In Moskau soll Annan nach Angaben von Diplomaten am Samstag von Präsident Dmitri Medwedew und Außenminister Sergej Lawrow empfangen werden. Auch in Peking wurde mit Gesprächen auf höchster Ebene gerechnet. Ob und wann Annan erneut in Damaskus mit dem Machthaber Baschar al Assad zusammentrifft, blieb unklar. dpaUN-SITZ GENF]

USA

Soldat wird nach Amoklauf

in Afghanistan angeklagt

Washington - Der Amokläufer von Afghanistan muss sich wegen Mordes vor Gericht verantworten. Am Freitag sollte gegen den US-Soldaten Robert Bales nach Angaben aus US-Regierungskreisen Anklage wegen Mordes in 17 Fällen, sechsfachen versuchten Mordes sowie weiterer Vorwürfe erhoben werden. Der 38-Jährige wird beschuldigt, vor zwei Wochen seinen Stützpunkt in der afghanischen Provinz Kandahar verlassen und in zwei afghanischen Dörfern 17 Zivilpersonen erschossen zu haben, darunter neun Kinder. Nach zwei Einsätzen im Irak wurde Bales im April 2008 zum Feldwebel befördert. Danach ging er ein weiteres Mal in den Irak, bevor er zu seinem vierten Einsatz nach Afghanistan geschickt wurde. dapd

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