NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

POLEN

Klage gegen Ex-Geheimdienstchef wegen CIA-Gefängnis

Warschau – Die Warschauer Staatsanwaltschaft hat den früheren Chef des polnischen Auslandsgeheimdienstes AW, Zbigniew Siemiatkowski, angeklagt. Nach Angaben der Tageszeitung „Gazeta Wyborcza“ wird ihm vorgeworfen, für den US-Geheimdienst CIA ein Gefängnis im Nordosten Polens errichtet zu haben. Durch die Mitwirkung an gesetzwidrigem Freiheitsentzug und körperlicher Bestrafung habe Siemiatkowski seine Kompetenzen überschritten und gegen internationales Recht verstoßen. Den Angaben zufolge soll der frühere AW-Chef der CIA eine ehemalige Militärbasis in Stary Kiejkuty (Alt Keykuth) vermittelt haben. Dort seien von Dezember 2002 bis September 2003 Terrorverdächtige gefangen gehalten und gefoltert worden. KNA

AFGHANISTAN

Einheimische Sicherheitskräfte töten drei Nato-Soldaten

Kabul - Bei zwei Angriffen auf Nato-Soldaten durch Mitglieder der afghanischen Sicherheitskräfte sind am Montag drei Soldaten ums Leben gekommen. Im Süden des Landes erschoss ein einheimischer Soldat zwei britische Mitglieder der internationalen Schutztruppe Isaf. Ein weiterer Nato-Soldat kam bei einem Angriff durch einen afghanischen Polizisten an einem Kontrollpunkt in einer östlichen Provinz ums Leben. rtr

JAPAN

Reaktor in Fukushima schwerer beschädigt als angenommen

Tokio - Eine neue Untersuchung des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima-Daiichi hat noch schwerere Schäden ergeben als bisher angenommen. Die Strahlungswerte in Reaktor 2 seien zehn Mal so hoch wie eine tödliche Dosis, während kaum noch Kühlwasser vorhanden sei, erklärte der Kraftwerksbetreiber Tepco am Dienstag. Dies habe eine endoskopische Untersuchung ergeben. So stehe das Kühlwasser nur etwa 60 Zentimeter hoch. Die Regierung war von zehn Metern ausgegangen, als sie das Kraftwerk im Dezember für stabil erklärte. dapd

NIGERIA

Fünf Festnahmen nach Entführung von deutschem Ingenieur

Kano - Zwei Monate nach der Entführung eines deutschen Ingenieurs in Nigeria haben die Sicherheitsbehörden des Landes fünf mutmaßliche Extremisten festgenommen. Die Männer, einer von ihnen aus Mauretanien, würden verdächtigt, der Gruppe Al Qaida im Islamischen Maghreb anzugehören, sagten Behördenvertreter am Dienstag. Beschlagnahmte Dokumente und Computerdateien belegten ihre Verwicklung in die Entführung des Mitarbeiters des Bauunternehmens Bilfinger Berger. Den Angaben zufolge wurden die Verdächtigen bei zwei Razzien in der nordnigerianischen Millionenmetropole Kano festgenommen. Vier von ihnen, darunter der Mauretanier, seien bereits am vergangenen Donnerstag gefasst worden. Der fünfte Mann wurde demnach bei einem gesonderten Einsatz festgenommen. AFP

VEREINTE NATIONEN

Gipfeltreffen bekräftigt

Kampf gegen Nuklearterrorismus

Seoul - Die internationale Gemeinschaft will verstärkt dafür sorgen, dass Nuklearmaterialien nicht in die Hände von Terroristen gelangen. Zum Abschluss eines zweitägigen Gipfeltreffens zur Atomsicherheit in Seoul bekräftigten die Vertreter aus 53 Ländern größtenteils die vor zwei Jahren verabredeten Ziele. Dazu gehören eine bessere Sicherung von Nuklearmaterialien, Verhinderung des illegalen Nuklearhandels und Verminderung des Gebrauchs von hoch angereichertem Uran (HEU) in Reaktoren. „Der Nuklearterrorismus bleibt eine der größten Bedrohungen für die internationale Sicherheit“, heißt es im Abschlusskommuniqué. dpa

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