NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

AFGHANISTAN

Wegen „Sittenverbrechen“ in Haft

Berlin - In Afghanistan werden Frauen auch zehn Jahre nach dem Sturz der radikal-islamischen Taliban massiv unterdrückt. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Bericht der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) hervor. Frauen drohe nach Vergewaltigung, Zwangsprostitution oder Misshandlung durch ihre Ehemänner oder Fremde sogar Gefängnis. So gelte die Flucht von Zuhause nach solch einem Vorkommnis als „Sittenverbrechen“, heißt es in dem 120-seitigen Bericht, der sich auf 58 Interviews mit Frauen und Mädchen stützt. „Präsident Karsai und Afghanistans Verbündete müssen entschlossen handeln, um dieser diskriminierenden und unmenschlichen Praxis ein Ende zu setzen“, forderte HRW-Direktor Kenneth Roth. mis

FRANKREICH

Jüdische Schule erhält Drohungen

Paris - Die jüdische Schule im südfranzösischen Toulouse, vor der in der vergangenen Woche ein Attentäter drei Kinder und einen Lehrer erschoss, erhält seit der Bluttat zunehmend antisemitische Drohungen. Die Polizei ermittle zu Telefonanrufen und Mails mit antisemitischem Inhalt, teilte der Staatsanwalt von Toulouse, Michel Valet, am Mittwoch mit. Die Leitung der Schule Ozar Hatorah habe wegen der Drohungen Anzeige erstattet. AFP

EUROPÄISCHE UNION

Zentrum gegen Internetverbrecher

Brüssel - Im Kampf gegen Internetkriminalität will die EU-Kommission ein spezielles Einsatzzentrum schaffen. Die Experten sollten im kommenden Jahr die Arbeit unter dem Dach der Europäischen Polizeibehörde Europol aufnehmen, sagte EU-Innenkommissarin Cecila Malmström am Mittwoch in Brüssel. Die Ermittler sollen etwa den Diebstahl von Bankdaten über das Internet sowie Kinderpornografie im Netz ins Visier nehmen. AFP

IRAN

Neue Atomgespräche im April

Teheran - Die seit mehr als einem Jahr ruhenden internationalen Gespräche zum iranischen Atomprogramm sollen in rund zwei Wochen wieder aufgenommen werden. Die Verhandlungen würden am 13. April beginnen, der Ort der Gespräche stehe aber noch nicht fest, sagte Irans Außenminister Ali Akbar Salehi am Mittwoch nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Irna. Ein EU-Diplomat in Brüssel bestätigte Salehis Angaben. Über den Ort der Verhandlungen solle „in den kommenden Tagen“ entschieden werden, sagte Salehi bei einem Besuch des türkischen Regierungschefs Recep Tayyip Erdogan in Teheran. Die türkische Metropole Istanbul sei in seinen Augen „der beste Ort“ für die Verhandlungen, es gebe aber auch andere Optionen. AFP

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