NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

UKRAINE

Timoschenko darf Anstalt verlassen – Behandlung in Berlin aber unsicher

Berlin/Kiew - Die in der Haft erkrankte Ex-Regierungschefin der Ukraine, Julia Timoschenko, darf wegen ihrer Rückenleiden außerhalb der Strafanstalt behandelt werden. Dies hat die Generalstaatsanwaltschaft in Kiew beschlossen. Dies bedeute aber nicht, dass die 51-Jährige zur Behandlung nach Deutschland kommen könne. Die Bundesregierung bemüht sich, Timoschenko eine Behandlung in Berlin zu ermöglichen, nachdem Ärzte der Charité bei einem Besuch in der Ukraine festgestellt hatten, dass die Ex-Politikerin schwer krank sei. Ob Timoschenko nach einer möglichen Behandlung in Deutschland bleiben kann, ließ ein Regierungssprecher am Montag offen. Eine Sprecherin der Charité äußerte sich nicht zu dem Fall. Klinikintern wird aber darüber gesprochen, dass die Behandlung der prowestlichen Politikerin zwar politisch gewollt sei, auf absehbare Zeit aber nicht zustande kommen werde. Führende Mediziner des Krankenhauses sagten, bislang gebe es keine Vorbereitungen für den Besuch der Ukrainerin. Die ukrainische Strafprozessordnung sieht für Häftlinge keine Therapie im Ausland vor. Timoschenko war 2011 wegen Amtsmissbrauchs zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.hah/dpa

UNGARN

Präsident Schmitt tritt

nach Plagiatsaffäre doch zurück

Budapest - Der ungarische Präsident Pal Schmitt hat nach der Aberkennung seines Doktortitels nun doch seinen Rücktritt erklärt. „Gemäß der Verfassung muss der Präsident die Einheit der ungarischen Nation verkörpern; leider bin ich ein Symbol der Spaltung geworden“, sagte der 69-Jährige am Montag vor dem Parlament in Budapest. Noch am Freitag hatte er betont, er sehe „keinen Zusammenhang“ zwischen der Plagiatsaffäre und seinem Amt. AFP

JAPAN

Bewohner der Evakuierungszone

bereiten sich auf Rückkehr vor

Fukushima - In Japan bereiten sich die ersten Evakuierten aus der Gegend nahe dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi auf eine Rückkehr vor. Mehr als ein Jahr nach der Sperrung der Evakuierungszone erklärte die Regierung drei Gemeinden für teilweise wieder zugänglich. Wirtschaftsminister Yukio Edano sprach von einem ersten Schritt beim Wiederaufbau der betroffenen Städte. Als Richtwert für Evakuierungen gilt gegenwärtig eine jährliche Dosis von 20 Millisievert. Das ist die Strahlenbelastung, der Bewohner ausgesetzt wären. Bei Werten darunter sollen Gemeinden wieder frei gegeben werden. dpa

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