NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

IRAK

Dutzende sterben bei Anschlagsserie

in Bagdad und im Norden

Bagdad - Bei einer blutigen Anschlagsserie sind im Irak mindestens 37 Menschen getötet worden. Nach Angaben von Polizei und Rettungskräften ereigneten sich am Donnerstag in insgesamt sechs Provinzen des Landes Bombenexplosionen, Selbstmordanschläge und bewaffnete Angriffe. Eine Attacke richtete sich in der Hauptstadt Bagdad gegen den Konvoi von Gesundheitsminister Madschid Hamad, der Minister überlebte unverletzt. Landesweit wurden 14 Autobombenanschläge verübt. Zudem gingen 13 weitere Sprengsätze in die Luft; drei Selbstmordattentäter sprengten sich in die Luft. Bei der Anschlagsserie wurden laut Polizei und Rettungskräften mindestens 22 Zivilisten sowie zehn Sicherheitskräfte, zwei Soldaten und drei Mitglieder von Milizen getötet, mehr als 150 Menschen wurden verletzt. AFP

SUDAN

Präsident al Baschir

droht Südsudan offen mit Krieg

Genf/Khartum - Die Kriegsrhetorik zwischen dem Sudan und Südsudan verschärft sich. Sudans Präsident Omar al Baschir kündigte an, sein Ziel sei es, den Süden von der regierenden Sudanesischen Volksbefreiungsbewegung (SPLM) „zu befreien“. Bei der SPLM handele es sich um Insekten, die vernichtet werden müssten, sagte al Baschir vor Mitgliedern der Jugendbewegung seiner sudanesischen Nationalkongresspartei, wie die Zeitung „Sudan Tribune“ berichtete. Der Vizepräsident des Südsudan, Riek Machar, rief seinerseits die Jugend seines Landes auf, sich der Armee anzuschließen, um die Grenzen zu sichern. Der Südsudan ist seit neun Monaten vom nördlichen Sudan unabhängig. epd

SYRIEN

Ban Ki Moon will größere Beobachtermission

New York/Paris - UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat den Sicherheitsrat aufgerufen, die UN-Beobachtermission in Syrien rasch aufzustocken. Die Entscheidung, die Mission zur Überwachung einer Waffenruhe von derzeit rund 30 auf 300 Teilnehmer aufzustocken, sei „nicht ohne Risiko“, sagte Ban am Donnerstag. Unterdessen hat Syrien sich mit den UN im Grundsatz auf einen Einsatz internationaler Beobachter verständigt. AFP

BIRMA

EU wird Sanktionen

für ein Jahr aussetzen

Brüssel - Die Europäische Union will ihre Sanktionen gegen Birma für ein Jahr aussetzen und in dieser Zeit die Fortschritte des Landes bei der Demokratisierung beobachten. Das verlautete am Donnerstag in Brüssel. Die EU-Außenminister würden die Entscheidung offiziell am Montag geben, hieß es weiter. Die Sanktionen waren wegen der Militärherrschaft in Birma verhängt worden. Sie richten sich gegen mehr als 800 Firmen und fast 500 Personen. dapd

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