NACHRICHTEN : NACHRICHTEN

DEUTSCHLAND

Noch mehr Pannen bei Aufklärung der NSU-Mordserie

Berlin - Bei der Aufklärung der Mordserie der Zwickauer Neonazi-Zelle gab es offenbar noch mehr Pannen als bekannt. Bayerische Fahnder sollen laut „Spiegel“ die mutmaßliche Unterstützerin des Trios Mandy S. auf einer Liste von 682 verdächtigen Rechtsextremisten gehabt haben. Nach Recherchen des ZDF soll zudem Sachsens Verfassungsschutz Ende Juli 2000 ein Treffen der rechtsextremen „Weißen Bruderschaft Erzgebirge“ in Johanngeorgenstadt observiert haben, an dem wahrscheinlich der damals bereits per Haftbefehl gesuchte Uwe Mundlos anwesend war. Dies sei bei einer erneuten Auswertung der Observationsfotos Ende 2011 aufgefallen. Der Verfassungsschutz habe aber offenbar weder die Polizei noch andere Verfassungsschutzämter über seine Erkenntnisse informiert. dpa

CDU bleibt stärkste Kraft

in Thüringens Kommunen

Erfurt - Bei den Landrats- und Oberbürgermeisterwahlen in Thüringen hat die CDU am Sonntag ihre führende Stellung in den Kommunen behauptet. Nach dem vorläufigen Ergebnis kamen die Christdemokraten auf 33,8 Prozent. Die SPD erreichte 23,8 Prozent, die Linke 15,3 Prozent. Alle drei Parteien verloren jedoch Stimmen an unabhängige Bewerber. Diese „Sonstigen“ kamen auf 23 Prozent. In Eisenach verlor SPD-Oberbürgermeister Matthias Doht sein Amt. In Erfurt konnte sich Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) im ersten Wahlgang durchsetzen. Die Wahlen galten auch als Stimmungstest zur Halbzeit der schwarz- roten Landesregierung. dpa/Tsp

Bisky wirbt für Bartsch

als Linken-Chef

Berlin - Der langjährige PDS-Chef und Gründungsvorsitzende der Linken, Lothar Bisky, hat sich für Dietmar Bartsch als Nachfolger von Klaus Ernst ausgesprochen. Er unterstütze den früheren Geschäftsführer ausdrücklich und „werbe offen“ für dessen Kandidatur zum Vorsitzenden, sagte der 70-Jährige nach Angaben von Teilnehmern auf dem Bundestreffen des innerparteilichen Forums demokratischer Sozialismus. Wie der Blog „Lafontaines Linke“ weiter meldete, trat Bisky der Strömung bei. Diese sprach sich ebenfalls und einstimmig für die Unterstützung der Kandidatur von Bartsch aus, bestätigte Benjamin Hoff als Bundessprecher ohne Gegenstimme im Amt. m.m.

Grüne Frauen fordern Rücktritt

von Familienministerin Schröder

Berlin - Der Bundesfrauenrat der Grünen hat am Sonntag einstimmig den Rücktritt von Familienministerin Kristina Schröder gefordert. Der Frauenrat wirft der CDU-Politikerin vor, sich nicht für die Gleichstellung von Frauen im Berufsleben einzusetzen. „Kristina Schröder ist ein Totalausfall im Kabinett Merkel. Wir brauchen endlich eine Frauenministerin, die sich tatsächlich für Frauen einsetzt“, sagte die frauenpolitische Sprecherin Astrid Rothe-Beinlich. Schröder will die Einführung einer Frauenquote in Führungsetagen von Unternehmen verhindern. Tsp

UKRAINE

Timoschenko nach Klinikaufenthalt wieder im Gefängnis

Kiew - Nach knapp zwei Tagen ist die ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko am Sonntag von einem örtlichen Krankenhaus wieder ins Gefängnis verlegt worden. Sie habe eine Behandlung in der Klinik in Charkow kategorisch abgelehnt, hieß es zur Begründung aus der Gefängnisverwaltung. Timoschenkos Büro teilte mit, die frühere Regierungschefin sei am Freitagabend unter Zwang in das Krankenhaus gebracht worden. Timoschenko hat eine Wirbelverletzung und sollte nach dem Rat von Ärzten der Berliner Charité in einer Spezialklinik behandelt werden. dapd

CHINA/RUSSLAND

Gemeinsames Marinemanöver

im Gelben Meer

Peking - Chinesische und russische Kriegsschiffe haben vor der Ostküste Chinas mit einem gemeinsamen Manöver begonnen. Es gilt als Beleg für die sich verbessernden Beziehungen zwischen den Streitkräften beider Länder. An der sechstägigen Übung sind 18 chinesische und vier russische Kriegsschiffe beteiligt, wie die Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Demnach sollen vor allem gemeinsame Luftabwehr, die Bekämpfung von U-Booten und Such- und Rettungseinsätze trainiert werden. Zudem sollen Anti-Terror-Einsätze sowie die Befreiung gekaperter Schiffe geprobt werden. AFP/dapd

IRAN

Teheran baut angeblich Kopie

von erbeuteter US-Drohne

Teheran - Der Iran hat nach eigenen Angaben eine im Vorjahr erbeutete Spionagedrohne der USA analysiert und baut nun an einer Kopie des Fluggeräts. Experten seien auch damit beschäftigt, die in der Drohne gespeicherten Daten zu sichern, wurde ein General von der halbamtlichen Nachrichtenagentur Mehr zitiert. Medienberichten zufolge sollen Russland und China schon Interesse an Informationen über die Drohne angemeldet haben. dapd

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben